18.09.2019 16:30 |

Eigenmittel

Niedrigzinsen führen zu Boom bei Wohnbaukrediten

Dank der niedrigen Zinsen sind Wohnbaukredite ein Renner. Die Nachfrage stieg zuletzt immer um sechs bis sieben Prozent. Doch man sorgt sich auch, dass zu wenig leistbare Wohnungen auf den Markt kommen. Erste-Chef Peter Bosek wünscht sich mehr geförderte Einheiten und hilft mit günstigen Grundstücken.

Derzeit werden rund 15.000 geförderte Wohnungen pro Jahr fertiggestellt, „der Bedarf würde bei 22.000 liegen“, so Bosek. Die Bank versucht über eine Baurecht-Konstruktion langfristig finanzierte Grundstücke den genossenschaftlichen Bauträgern zur Verfügung zu stellen. Kunden, die einen Kredit wollen, entscheiden sich sinnvoller Weise für eine Fixzins-Variante mit einer Laufzeit von 20 bis 25 Jahren (ab ca. 1,3 Prozent Zinsen). Bosek: „Länger macht es keinen Sinn, das kann riskant werden.“ Wünschenswert sei ein Eigenmittelanteil von 20 Prozent, aber bei guter Bonität werden auch mit 15 Prozent Kredite vergeben.

Entwicklungen „problematisch“
Laut einer Umfrage empfinden 53 Prozent der Österreicher Wohnen als nicht mehr leistbar. Die Häuserpreise sind seit 2008 fast dreimal und die Mietpreise bei Neuvermietungen fast doppelt so stark gestiegen wie die Haushaltseinkommen. Bosek: „Diese Entwicklungen sind problematisch. Wohnkosten sollten maximal 30 Prozent des Einkommens betragen, doch bei vielen ist es deutlich mehr.“

Lesen Sie auch: Privatmieten seit 2008 um 36 Prozent gestiegen

Kronen Zeitung

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