FP-Stadtvize verärgert

„Schiffsanlegestelle soll kein Busbahnhof werden“

Der Schifffahrt-Tourismus boomt, was auch ein Blick auf die Linzer Anlegestelle, wo laufend riesige Kreuzfahrtdampfer halten, bestätigt. Eine Studie hat außerdem ergeben, dass die Passagiere ein zahlungskräftiges Klientel sind, jeder genug Geld für den Landgang eingesteckt hat. Dumm nur, wenn sie Linz links liegen lassen.

Laut einer Studie sind Kreuzfahrt-Passagiere im Schnitt 67 Jahre alt. Zudem sind sie ein sehr zahlungskräftiges Klientel: 57 Prozent der Befragten verfügen über ein Haushaltseinkommen von mehr als 3500 €.

In Linz machen jährlich rund 60.000 Passagiere Station, bei ihrem Landgang lässt jeder durchschnittlich 35 Euro in der Stadt. „Somit bringt die Schiffstouristik der Stadt lediglich 2,1 Millionen Euro. Für diesen Betrag wollen wir doch nicht wirklich unser wichtigstes innerstädtisches Naherholungsgebiet zerstören oder gar zu einem Busbahnhof ausbauen“, stößt FP-Stadtvize Markus Hein der Umstand sauer auf, dass ständig meist deutsche Autobusse die Donaulände befahren und die Gäste dann nach Salzburg, ins Salzkammergut oder nach Tschechien karren. Auch das oftmalige Argument, dass die Busse wegen vieler betagter Schifffahrtsgäste direkt bis zu jeder Anlegestelle fahren müssen, widerlegen laut Hein die Programme für Ausflüge selbst. Da ist oft von beachtlichen Fußmärschen und mehreren Treppen die Rede.

Die Argumentation, dass Gäste, die keinen Landgang in Linz machen, irgendwann wieder einmal zurückkommen, hält Hein für völligen Humbug: „So könnte man auch die touristische Wirkung eines jeden Railjets argumentieren.“ 

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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