07.09.2019 07:00 |

Drama um junge Mutter

Lehrling (19) hatte Gewehr selbst aufgehängt

Nicht vernehmungsfähig ist jener 19-Jährige, der Mittwochnacht in Fehring in der Steiermark mit der doppelläufigen Hahnbüchsflinte des verstorbenen Opas hantiert und dabei versehentlich seine gleichaltrige Freundin, Mutter eines dreieinhalb Monate alten Buben, erschossen hatte. Der Lehrling befindet sich in einer geschlossenen Anstalt. Wie sich nun herausstellte, hatte er das Gewehr selbst aufgehängt.

Den schrecklichen Unfall wird der 19-Jährige nie vergessen und wohl zumindest sehr lange nicht verarbeiten können. Zudem wird er sich sicher Vorwürfe machen, warum er im Jugendzimmer, in das er am Mittwoch mit seiner Freundin einzog, zuvor als Dekoration das alte Gewehr seines Opas aufhängen musste.

Nachts bat ihn die Freundin, die Waffe wegzuräumen. Das tat er auch, doch dabei löste sich ein Schuss, der die 19-Jährige im Gesicht und am Hals traf und sie tödlich verletzte. Was für eine Tragödie!

Die große Liebe
Seine Freundin, die ihren dreieinhalb Monate alten Sohn mit in die neue Beziehung gebracht hatte, war für den Schlosserlehrling die große Liebe gewesen, hatte aus ihm einen anderen Menschen gemacht. Zuvor war der 19-Jährige ein Zyniker gewesen, wie 2017 geschriebene Einträge auf der Internet-Plattform ask.fm zeigen, wo er die Fragen eines anonymen Users beantwortete.

„An was glaubst du?“ - „Satan.“ - „Wo wirst du in fünf Jahren leben?“ - „Unter einer Brücke.“ - „Wartest du auf jemanden?“ - „Aufs Sterben.“ Doch dann trat im Jänner die 19-Jährige in sein Leben, und alles änderte sich.

In geschlossener Anstalt
Nach dem Unglück ist der Steirer in einer geschlossenen Anstalt. Er wird wegen grober Fahrlässigkeit angezeigt. Dass er das mit einem Schrotschuss geladene Gewehr aufgehängt hat, zieht eine Verwaltungsstrafe nach sich.

Manfred Niederl
Manfred Niederl
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