Bande gefasst

Aus Kirche geraubten Kelch aus Angst vergraben

Fünf junge Männer auf Diebestour im oberösterreichischen Bad Ischl! Sie stahlen einen Kelch um 5000 Euro und ein Hostiengefäß aus einer kleinen Kapelle, vergruben alles im Wald, wollten mit dem Verkauf warten. Der Haupttäter (25) schubste außerdem eine Verkäuferin zur Seite, verletzte sogar zwei seiner Bandenkollegen. Die Serie hat jetzt ein Ende.

Die fünf arbeitslosen Österreicher zwischen 17 und 32 Jahren brauchten Geld für Drogen und Essen. So begannen sie, in Bad Ischl einzubrechen. Privathäuser, Firmen, Geschäfte, Zeitungskassen, eine Kapelle – nichts war ihnen heilig. 14-mal schlugen sie von März bis Juli zu, verkauften die Beute an einen Gebrauchtwarenhändler. Einen Kelch aus dem Jahr 1880, den sie aus der Kapelle der früheren Kreuzschwestern-Schule erbeutet hatten, trauten sie sich nicht, anzubieten. Sie hatten Angst aufzufliegen und vergruben ihn und ein Gefäß für Hostien im Wald.

Banden-Boss quälte Komplizen
Der Banden-Chef (25) soll außerdem zwei Komplizen im Drogenrausch schwer verletzt haben, weil er es lustig gefunden hatte, sie mit seinem Feuerzeug zu brennen. Ihm werden außerdem noch weitere Delikte in Wien vorgeworfen. Alle fünf und zusätzlich sechs weitere Personen werden der Staatsanwaltschaft Wels angezeigt, sind teilgeständig.

Bartschneider und Scheren sind begehrt
Aktuell ist eine neue Einbrecherbande aktiv, die sich spezialisiert hat, in einer Nacht gleich mehrere Geschäfte in einem Ort zu knacken, indem sie die Schlösser abdrehen. In Bad Ischl, Bad Goisern und Marchtrenk gelangen in einer Woche 14 Coups. Neben Bargeld ist als Beute Friseur-Zubehör wie Scheren – sie kosten um die 500 Euro – oder Bartschneider sehr beliebt.

Lisa Stockhammer und Markus Schütz, Kronen Zeitung

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