"Damit können auch die Gehälter im privaten Bereich angepasst werden", betonte Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SP). Das zusätzliche Geld müsse dabei in den Personalbereich fließen. Die heurigen Anmeldungen von Kindern bis zum Alter von sechs Jahren gingen im Jänner und Februar um rund 1.000 auf 11.431 zurück. Nach dem im Vorjahr erfolgten Ansturm wegen der Einführung des Gratiskindergartens erlebe man nun eine Normalisierung.
Nur wenige Bewerbungen von Fünfjährigen
Überdies gab es nur 490 Anmeldungen von Fünfjährigen, die noch keine Einrichtung besuchten - nur halb so viele zum bald verpflichtenden Kindergarten für diese Altersgruppe wie erwartet. Zum einen gehe man davon aus, dass rund 100 Eltern trotz drohender Verwaltungsstrafen ihre Sprösslinge noch nicht angemeldet hätten, zum anderen habe man wohl die Zahl der Kinder überschätzt, die sich nicht im Kindergarten befinden, so Oxonitsch. In Summe stehen den Eltern ab September rund 18.000 freie Plätze zur Verfügung, knapp die Hälfte davon in städtischen Kindergärten.
Insgesamt sind in der Bundeshauptstadt 60.773 Plätze vorhanden. Für Kinder zwischen drei und sechs Jahren soll bis zum Herbst sogar ein Versorgungsgrad von 101 Prozent erreicht sein. Dies könne allerdings immer noch bedeuten, dass es an einzelnen Standorten Engpässe gebe, da manche Standorte etwa wegen der Nähe zum Arbeitsort der Eltern beliebter seien als andere, so Oxonitsch. Beispielsweise habe die Innere Stadt einen Versorgungsgrad von 250 Prozent, da wenige Kinder in der City wohnten. Zugleich werde der Bezirk wegen der Pendler von Anfragen überrannt.
Versorgungsgrade sollen kontinuierlich steigen
Heuer soll in ganz Wien die Zahl der Plätze für Unter-Dreijährige um 1.694 auf 14.174 ausgebaut werden. Bei der Altersgruppe von eins bis drei Jahren liegt der Versorgungsgrad bei 41 Prozent und soll bis September auf 44 Prozent anwachsen. Einen Versorgungsgrad von derzeit 28 Prozent gibt es bei den Unter-Einjährigen, dieser Wert soll aber bis Herbst auf 33 Prozent steigen.
Um Mehrfachanmeldungen von Kindern in verschiedenen Einrichtungen künftig zu verhindern oder zumindest den realen Bedarf abschätzen zu können, plant man nun eine Internetlösung für alle Anbieter, mit der ein Abgleich schneller möglich sein soll. Zugleich soll eine Restplatzbörse gemeinsam mit den großen Anbietern eingerichtet werden.
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