Exotische Citrusfrucht

Ranwallnerhof erntet nepalesische Sanddornbeere

Insgesamt 2300 Stauden der Sanddornbeere pflegt die Familie Neudecker derzeit. In zwei bis drei Wochen soll die erste Ernte stattfinden. In Oberösterreich sind sie damit die ersten die den Schritt mit dieser nepalesischen, vitamin C-haltigen Pflanze wagen. Die Familie aus Bad Hall war lange auf der Suche nach neuen Anbaumöglichkeiten.

Anfang 2017 wurde von Anita und Robert Neudecker die Entscheidung gefällt, auf einer Fläche von 1,5 Hektar, die Sanddornbeere auf ihren Feldern zu pflanzen. „Wir haben diesen Versuch gestartet, um uns ein zweites Standbein aufzubauen und neben konventionellen Anbaumethoden eine exotische Frucht anzubieten.“ Die Familie hofft mit der ersten Ernte etwa 100 Kilogramm Sanddornbeeren zu bekommen.

Sanddornbeere als Sieger
Familienvater Robert war im Entwicklungsprozess sogar bei der Uni Berlin und besuchte mit seiner Frau Anita Seminare, um zu ermitteln, ob die Frucht für die gegebenen Bedingungen an ihrem Hof geeignet ist. Auch andere Pflanzen hat man sich angeschaut, die Sanddornbeere hat sich durchgesetzt. Diese wird zu Marmelade und Sirup weiterverarbeitet. 

Selbst ist der Mann
Große Maschinen zahlen sich für die Anbaufläche nicht aus, deshalb hat Robert kurzerhand selbst, gemeinsam mit Sohn Moritz, zwei Maschinen gebaut, die als „Erntehelfer“ zum Einsatz kommen. „Aber wir benötigen trotzdem Erntehelfer, die die Äste der Stauden abzwicken“, sagt Anita. Die Äste werden samt Früchten circa 48 Stunden eingefroren, weil diese sich dann leichter vom Geäst lösen.

Kein Zwang für die Kinder
Anita und Robert Neudecker wollen für ihre Kinder einen Anreiz schaffen,  den Hof später zu übernehmen, sie aber auf keinen Fall dazu zwingen. „Unsere Kinder sollen den Ranwallnerhof übernehmen, weil sie es wollen, nicht weil sie müssen“, sagt Mama Anita.

Bald wird geerntet
Tochter Julia (16, nicht auf dem Bild oben) macht derzeit ein Tourismus-Praktikum am Wilden Kaiser. Bei der ersten Ernte der Sanddornbeere, in zwei bis drei Wochen, wird sie nicht dabei sein, aber vielleicht übernimmt sie in einigen Jahren bei der Ernte das Zepter. 

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