400.00 Euro Schaden

Junger Brandstifter: „Wollte Poly kaputt sehen“

17 Monate teilbedingt fass ein 15-jähriger am Landesgericht Linz aus. Er hat im Juni in einer Scheune, auf dem Gelände seiner Schule, einen Polster angezündet und den Tatort verlassen. Die Scheune begann zu brennen und beschädigt auch den angrenzenden Turnsaal: 400.000 Euro Schaden!

Die Anklage warf dem 15-Jährigen Sachbeschädigung, Brandstiftung und gefährliche Drohung vor. Er hatte am 15. Juni zuerst mit einem spitzen Gegenstand die Tür einer polytechnischen Schule in Wels beschädigt und dann in einem Schuppen am Schulgelände einen Polster angezündet. Die Flammen erfassten auch die Turnhalle. Ein Übergreifen des Feuers auf das eigentliche Schulgebäude konnte nur durch einen Großeinsatz der Feuerwehr verhindert werden.

„Wollte das Poly kaputt sehen“
Laut Anklage sah der Jugendliche dem Löscheinsatz längere Zeit zu und brüstete sich später in sozialen Medien mit der Brandstiftung. Auch sagte er bei Befragungen, er habe „das Poly kaputt sehen wollen“. Motiv der Tat war offenbar Ärger über Lehrer und die Direktorin.

Polster entfachte Feuer
Der Bursch bekannte sich vor Gericht schuldig, beteuerte aber, er habe gedacht, dass der glosende Polster wieder von selbst ausgehen würde. Dass er mit der Tat angegeben hat, begründete er damit, dass er „Anerkennung bekommen“ wollte. Die Verteidigerin wies darauf hin, dass der Bursch erst 15 Jahre alt sei und Probleme habe. Er habe in Gesprächen mit Betreuern und der Bewährungshelferin auch eingesehen, dass er daran arbeiten müsse.

Ein Therapie soll dem Jugendlichen helfen
„Ich stelle das Wort Psychotherapie in den Raum.“ Der Jugendliche selbst gab sich dem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen. Was er sich davon erhoffe, fragte der Richter: „Dass ich dort lerne, wie ich auch anders reagieren kann und wie ich mit meinen Gefühlen umgehen kann.“ Staatsanwalt wie Verteidigerin sprachen sich für eine teilbedingte Strafe aus.

Das Urteil
Das Schöffengericht glaubte dem Jugendlichen nicht, dass er gedacht habe, das Feuer werde von selbst wieder ausgehen. Es sprach den Burschen daher im Sinne der Anklage schuldig und verurteilte ihn zu 17 Monaten teilbedingt. Zudem muss er Bewährungshilfe in Anspruch nehmen und eine Psychotherapie machen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
PSG-Coach tobt
Mbappe & Cavani out! Tuchel will Neymar-Klarheit
Fußball International
Lauter Rock und Gefühl
Das waren die Highlights am „Krone“-Stadtfest!
Oberösterreich
Wunschstürmer ist da
Hütter schwärmt: „Seine Tor-Quote ist unglaublich“
Fußball International
Hier im Video
Traumtore! Ibras dritter Doppelpack verzaubert USA
Fußball International

Newsletter