Interspar-Chef

„Was früher Alufelgen waren, ist heute Ernährung“

Baustellencontainer wurden an der Hinterseite des Marktes aufgestellt. Auf der früheren Geschäftsfläche sind die Arbeiter am Werk. Der provisorische Supermarkt ist seit einem Monat in Betrieb. „Es läuft gut“, sagte Interspar-Österreich-Geschäftsführer Markus Kaser beim Spatenstich für den Neubau in Braunau.

„Krone“:Herr Kaser, Interspar nimmt in Braunau 15 Millionen Euro in die Hand, um den bisherigen Standort bis zum Frühjahr 2020 völlig zu erneuern. Warum ist der Schritt notwendig?
Markus Kaser: Es war höchste Eisenbahn etwas zu tun, das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Jetzt gehen wir’s an.

„Krone“:Für die Bauphase wurde der bestehende Markt zusammengeschrumpft.
Kaser: Wir haben ein Provisorium mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche und damit derzeit den kleinsten Interspar Österreichs in Braunau. Die Spielwaren haben wir ins angrenzende Fachmarktcenter ausgelagert und dort nun einen Shop.

„Krone“:Sie beschäftigen in Braunau normal 95 Mitarbeiter, in der Bauphase nur etwa 60. Was passiert mit den anderen?
Kaser: Wir tauschen uns hier mit Maximarkt und den Interspar-Märkten in Salzburg aus, wenn Personal gebraucht wird. Einige bauen Überstunden und Urlaub ab, andere suchten sich etwas anderes. Wir wollen uns aber von keinem trennen.

„Krone“:Viel wird bei Neubauten nun auch über Parkplätze gesprochen. Warum das?
Kaser: Weil eine bequeme Zufahrt und Komfort wichtig sind. Auch in Braunau entstehen 300 Parkplätze mit einer Breite von 2,70 Meter.

„Krone“: Interspar war früher Ziel des Wochenend-Einkaufs. Ist das heute auch noch so?
Kaser: Die Frequenz ist deutlich gestiegen. Früher kauften Kunden eineinhalb Mal pro Woche bei uns ein, jetzt sind wir bei einem Schnitt von über dreimal pro Woche. Unsere Restaurants spielen da auch eine Rolle. Das Take-away-Geschäft steigt.

„Krone“:Stichwort Veränderung: Wenn’s um Ernährung geht, wurde vieles anders, oder?
Kaser: Stimmt. Ernährung ist Lifestyle geworden. Heute ist wichtig, was sie essen, wie sie essen und mit wem sie essen. Was früher die Alufelgen waren, ist heute die Ernährung. Für uns ist das gut. Unsere Arbeit macht damit noch viel mehr Spaß.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger

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