31.07.2019 16:33 |

Attacke auf Deutschen

„Das Schaf hat mich regelrecht verfolgt“

Kuhattacke auf Wanderer! Diese Schlagzeile hat in Tirol schon für viel Aufregung gesorgt. Jetzt ist das Kapitel mit tierischen Angriffen um eine Variante reicher. Im Zillertal wurde ein Deutscher (38) von einem Schaf attackiert. Der 38-Jährige schildert im „Krone“-Gespräch das schmerzhafte Zusammentreffen.

„Die letzte Etappe des Berliner Höhenweges muss ich auf nächstes Jahr verschieben. Heute tut mir alles weh, aber zum Glück sind die Verletzungen nicht schwerwiegend.“ Das ist die Urlaubsbilanz von Michael Saiz del Pozo (38). Der Deutsche war Montag mit zwei Kollegen von der Berliner Hütte Richtung Greizer Hütte aufgebrochen. Doch der Wandertag endete früher als geplant – und auf spektakuläre Weise.

Im Bereich der Mörchnerscharte traf das Trio auf eine Herde Schafe. Nichts Ungewöhnliches – und eigentlich nicht gefährlich. „Ich hab die Herde gesehen, auch Lämmer. Eines der Schafe stand auf dem Wanderweg. Es hat mich regelrecht fixiert. Ich habe einen Bogen um das Tier gemacht, soweit es in dem steilen Gelände halt möglich war. Doch das Schaf hat mich regelrecht verfolgt und im Laufschritt gerammt“, schildert der 38-jährige versierte Bergsteiger, der schon viele tierische Begegnungen ohne Zwischenfälle hatte.

Begleiter attackiert
Mehrmals rammte das Schaf Saiz del Pozo. Er stürzte über die Böschung in einen Bach und verletzte sich am Knöchel. „Meine Begleiter versuchten, das Tier zu verscheuchen. Es ging dann auch auf sie los.“ Es dauerte eine Weile, bis das Schaf von den Wanderern abließ und seiner Herde folgte. Für die Deutschen war an ein Weitergehen nicht mehr zu denken. Sie kehrten zur Berliner Hütte zurück. Von dort wurde der verletzte 38-Jährige von der Bergrettung Ginzling mit einer Gebirgstrage Richtung Tal gebracht und dann ins Spital eingeliefert.

„Tier kann nichts dafür“
Böse ist Saiz del Pozo seinem Angreifer nicht: „Das Tier sah wohl die Lämmer bedroht, das ist seine Natur. Aber ich hab alles getan, um ihm auszuweichen. Das es so kommt – wer konnte das ahnen.“

Claudia Thurner
Claudia Thurner
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