22.04.2010 18:17 |

Mohammed als Bär

"South Park"-Team spottet über Islamisten-Drohung

Mit unverhülltem Spott haben die Macher der amerikanischen Trickfilmserie "South Park" auf eine Warnung von Islamisten reagiert. In einer neuen Episode der TV-Satire, die am Mittwochabend in den USA ausgestrahlt wurde, überblendeten sie Anspielungen auf den moslemischen Propheten Mohammed mit Pieptönen und dem visuellen Hinweis "CENSORED" (zensiert) in Großbuchstaben.

Eine Gruppe namens "Revolution Muslim" hatte die Produzenten der auch in Österreich populären Serie vor "einem Ende wie dem von Theo van Gogh" gewarnt, wie der Fernsehsender CNN und die "New York Times" meldeten. Der niederländische Filmemacher van Gogh war im November 2004 nach einem islamkritischen Film von einem radikalen Moslem getötet worden.

Obwohl die islamistische Organisation auf ihrer Internetseite betonte, dass ihre Äußerung "keine Drohung, nur eine Warnung" sei, erregte der Vorgang in den USA erhebliches Aufsehen. Am Donnerstag war die Webseite (www.revolutionmuslim.com) zumindest vorübergehend gesperrt.

Religionsstifter werden unisono verunglimpft
Stein des Anstoßes ist für "Revolution Muslim" die 201. Folge der Satireserie. Bei "South Park", das sich gern derb über alles lustig macht, treten dabei die Stifter der großen Religionen auf. Nur Mohammed, dessen karikierte Abbildung in dänischen Zeitungen vor vier Jahren zu blutigen Krawallen geführt hatte, fehlt. Stattdessen diskutieren alle, wie Mohammed denn abgebildet werden dürfe. Zum Schluss stehen die Religionsgründer zusammen - statt Mohammed steht ein großer Teddybär in der Mitte.

Auch in der Vergangenheit hat die Serie immer wieder mit religiösen Provokationen für Aufregung gesorgt. Allerdings wurden so ziemlich alle Gruppierungen gleich oft angegriffen, darunter die katholische Kirche, das Judentum, Scientology, Mormonen und sogar Atheisten. Die nun kritisierte Episode hat das Überthema "Redefreiheit".

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