14.07.2019 09:00 |

Hauptreisezeit ist da

Fahrverbote durch Orte: „Ösis“ verflucht & gelobt

Der Stau-Samstag kam wie angekündigt, das Ausweichen in vielen Teilen Tirols war wieder verboten. Ein „Krone“-Lokalaugenschein . . .

Hut ab vor den Ösis. Dort weiß man sich zu wehren gegen den zunehmenden Wahnsinn auf den Straßen. Dreck, Gestank und Lärm sind eine Zumutung für die Anwohner, das muss man nicht hinnehmen.“ Solche und ähnliche Meinungen waren zuletzt in deutschen Radiosendungen und TV-Diskussionen zu hören. Natürlich auch das Gegenteil. Anlass der Debatte sind die Fahrverbote für durchreisende Urlauber, die Tirols Landesregierung nach dem Verkehrschaos zu Pfingsten als Notwehraktion verhängte. Bis 14. September, jeweils Samstag und Sonntag von 7 bis 19 Uhr, sind Nebenrouten im Großraum Innsbruck, im Wipptal und in den Bezirken Kufstein, Reutte und Imst für bloße Durchzügler tabu.

Erwartete Situation
Zur Hauptreisezeit stellte sich gestern Mittag prompt das erwartete Szenario ein: Bis zu 45 Minuten Verzögerung vor Reutte, ebenso vor der Baustelle auf der Europabrücke. Hier lockte ab Innsbruck die (verbotene) Alternative über Igls und Patsch. Dort wiesen Polizisten Durchzügler erneut ab. Der „Krone“-Test zeigte: Während manche Navigationsgeräte die Sperren anzeigen, wird man am Handy (Google-Maps) auf die mögliche Stau-Umfahrung über Nebenrouten hingewiesen. Die digitale Welt ist mit der Realität der Fahrverbote (noch) nicht im Reinen.

„Sie wollen die Maut“
Klar ist auch, dass einige Urlauber die Fahrverbote als Schikane sehen. „Es geht darum, die Maut auf der Autobahn abzukassieren“, lautet ein häufiger Vorwurf. Die deutsche Politik, etwa Verkehrsminister Andreas Scheuer oder Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, reagierte allergisch und drohen sogar mit EU-Klage. LH Günther Platter bleibt aber dabei: „Wenn Dörfer vom Ausweichverkehr so verstopft sind, dass nicht einmal die Rettung durchkommt, dürfen wir nicht tatenlos zusehen.“

Manche Tiroler sind die Verlierer
Laut Umfrage wollen 87% der Tiroler die Fahrverbote sogar ausdehnen. Nicht darunter ist Karl Mair, Wirt des Gasthofs Neuwirth in Ellbögen. Am leeren Parkplatz ächzte er gestern: „Motorradfahrer waren meine Stammklientel, viele sind jetzt ausgesperrt.“

Andreas Moser
Andreas Moser

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Krankheitsvorbeugung?
Exotisches Superfood nicht überschätzen!
Gesund & Fit
Im Gegensatz zum LASK
Bundesliga kritisiert Brügges Spielverlegung
Fußball International
Auf Jankos Spuren
Nächster Österreicher wechselt nach Australien!
Fußball International
Irina verzaubert Fans
Sexy Freestylerin zieht während Trick Bluse aus
Fußball International
Tirol Wetter
13° / 20°
einzelne Regenschauer
12° / 19°
bedeckt
12° / 16°
starker Regen
12° / 19°
bedeckt
16° / 22°
leichter Regen

Newsletter