10.07.2019 12:12 |

Bergsteiger-Drama

Die letzten Aufnahmen vor dem Himalaya-Lawinentod

Sie haben bewusst ihr Leben riskiert, um einen bisher nicht bestiegenen Gipfel im indischen Teil des Himalaya-Gebirges zu erklimmen. Doch die achtköpfige Bergsteigergruppe kam nie oben an. Eine Lawine begrub die vier Briten, zwei US-Amerikaner, eine Australierin und einen Inder unter sich. Nun sind Aufnahmen aus der Helmkamera eines Kletterers veröffentlicht worden. Sie zeigen die letzten Momente vor dem Lawinentod. Die indischen Behörden hoffen nun, mithilfe dieser Bilder die näheren Umstände des Unglücks herauszufinden.

Auf Facebook verkündete die Gruppe am 22. Mai, einen „bisher nicht bestiegenen Gipfel“ in 6477 Metern Höhe bezwingen zu wollen. Danach gab es keinen Kontakt mehr zu ihr. Die angekündigte Abweichung war laut den indischen Behörden allerdings „illegal“. „Sie nahmen eine andere Strecke, für die sie keine Erlaubnis hatten. Es ist ihre Abenteuerlust, die ihre Leben gekostet hat“, hieß es aus Militärkreisen nach dem Unglück.

GoPro-Kamera als „Blackbox“
Die Gruppe dürfte unterwegs offenbar einen Fehler begangen haben und zusammen mit einer Schneemasse in die Tiefe gestürzt sein. Nun soll diese Unfalltheorie mithilfe der Aufnahmen aus der GoPro-Kamera gestützt werden. Das Video zeigt die acht Bergsteiger beim mühsamen Aufstieg im Schnee. Man hört das schwere Atmen des „Kameramannes“, starken Wind und die Australierin im Gespräch mit einem anderen Kameraden. Der Inhalt der Konversation ist unverständlich. Das Video endet nach knapp zwei Minuten.

Die Rettungsmannschaften der indisch-tibetischen Grenzpolizei gestalteten sich schwierig. Nach und nach wurden die Leichen und Ausrüstungsgegenstände der Opfer gefunden. Medienberichten zufolge wird ein Brite noch immer vermisst.

Gabor Agardi
Gabor Agardi
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