380 PS hat der Porsche Carrera GT 3RS, mit dem die Urlauberin im Vorjahr quer durch Europa unterwegs war. Dass die Schottin mit dem Wagen, der es auf gut 300 Stundenkilometer bringt, auch rennerprobt war, gilt als erwiesen – nicht nachzuweisen war aber der Verdacht, dass die 27-Jährige Teilnehmerin eines illegalen Straßenrennens war und deshalb nahe der Hollenburg viel zu schnell unterwegs gewesen sein soll.
Zu schnell bei Regen
Die Gerichtsgutachten sollen jetzt aber im Einklang mit den Zeugenaussagen ergeben haben, dass die junge Frau den weißen Boliden mit weit überhöhter Geschwindigkeit durch den Regen manövriert hatte. Bei der Hollenburg passierte es dann: Der Porsche brach aus und krachte frontal gegen den Mazda des 85-jährigen Pensionisten Ferdinand M., der mit seiner Frau Sieglinde (83) und einer Bekannten, Erika V. (69), unterwegs war. Alle drei Maria Rainer starben an den Folgen des Unfalls – zuerst die beiden Frauen, Wochen später dann auch der Lenker.
Die Schottin selbst und ihr Bruder wurden schwer verletzt. Am Mittwoch muss sich die junge Frau nun vor Richter Christian Liebhauser verantworten. Dass sie zum Prozess nach Klagenfurt anreist, scheint fix: "Sie will sich dem stellen, was sie getan hat", heißt es. Ihr droht theoretisch eine Haftstrafe – praktisch wird es wohl zu einer bedingten Strafe oder einer Geldbuße kommen.
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