28.06.2019 12:37 |

Blödelei am G20-Gipfel

Trump feixt mit Putin: „Bitte nicht einmischen!“

Auch im Fernen Osten wird US-Präsident Donald Trump von der Russland-Affäre verfolgt - auch wenn er sie selbst längst als erledigt betrachtet. Bei einem Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka am Freitag wurde er von einem Reporter auf mögliche russische Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl im kommenden Jahr angesprochen. Was Trump zu einem Grinser und einem Scherzchen in Richtung Putin veranlasste: „Bitte mischen Sie sich nicht in unsere Wahl ein!“, warnte er sein Gegenüber mit erhobenem Zeigefinger. Ein weiterer Beweis, wie wenig ernst Trump das Thema nimmt.

Die Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahl 2016 zugunsten Trumps ist seit mehr als zwei Jahren ein großes Thema in den USA. Die Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller hatten ergeben, dass es zu Einmischungen gekommen war. Mueller fand jedoch keine Beweise dafür, dass Trump oder dessen Vertraute daran beteiligt waren oder davon gewusst hatten.

„Viele sehr positive Dinge werden aus dieser Beziehung herauskommen“
Am Freitag bezeichnete Trump das Verhältnis zu Putin als „sehr, sehr gut“. „Viele sehr positive Dinge werden aus dieser Beziehung herauskommen“, so der US-Präsident. Nach der rund einstündigen Unterredung teilte das Weiße Haus mit, „beide Führungspersönlichkeiten stimmten überein, dass verbesserte Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland im gemeinsamen Interesse beider Länder sind und im Interesse der Welt“.

Trump: Auch China in Abrüstungspläne einbeziehen
Zentrales Thema war die atomare Abrüstung. Laut US-Seite gab es Einverständnis darüber, „dass die beiden Länder ihre Diskussionen über ein Modell zur Waffenkontrolle für das 21. Jahrhundert fortsetzen wollen“. Trump habe seiner Forderung Nachdruck verliehen, dass dabei auch China beteiligt werden müsse. Die USA hatten Anfang Februar den INF-Vertrag über das Verbot landgestützter atomarer Mittelstreckenwaffen gekündigt und diesen Schritt damit begründet, dass Russland das Abkommen seit Jahren mit dem Mittelstreckensystem SSC-8 verletze.

Auf der Agenda: Iran, Syrien, Venezuela, Ukraine
Bei dem Gespräch zwischen Trump und Putin sei es auch um die Situation im Iran, in Syrien, Venezuela und der Ukraine gegangen. Russlands Außenminister Sergej Lawrow, der bei den Unterredungen zugegen war, sprach im Anschluss von einer sehr konstruktiven Atmosphäre.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen