17.06.2019 22:42 |

250 km großer Brocken

NASA will 2022 Sonde zu Metall-Asteroid schicken

Die US-Raumfahrtbehörde NASA will 2022 eine Mission starten, mit der ein Asteroid namens (16) Psyche erforscht werden soll. Der Himmelskörper mit einem geschätzen Durchmesser von rund 250 Kilometern ist einer der größten des sogenannten Hauptgürtels und besteht - wie Radaraufnahmen zeigen - offenbar zur Gänze aus Metall.

Mithilfe der Sonde „Psyche“, die im August 2022 auf die Reise geschickt werden und - klappt alles wie geplant - die Ende Jänner 2026 in eine Umlaufbahn um (16) Psyche einschwenken soll, will man den kosmischen Metallbrocken näher untersuchen. Laut Angaben von NASA-Astronomen handelt es sich bei dem Asteroiden möglicherweise um den freiliegenden Eisen-Nickel-Kern eines sogenannten Protoplaneten (einer Planetenvorstufe, Anm.).

Sonde soll Brocken ein Jahr lang untersuchen
Rund ein Jahr lang soll „Psyche“ den Asteroiden in einem zunehmend enger werdenden Orbit umkreisen und mit seinen Instrumenten unter die Lupe nehmen. Auf diese Weise hoffen die Forscher den Ursprung und die Entstehung von (16) Psyche klären zu können. Auf diese Weise könnte man gleichzeitig etwas über unsere Erde lernen, glaubt Lindy Elkins-Tanton von der Arizona State University in Tempe, die an der geplanten Mission federführend beteiligt ist.

Ist Asteroid der Kern eines frühen Planeten?
„Dies ist die einzige Möglichkeit, wie die Menschheit einen Metallkern untersuchen kann“, sagt die Forscherin, denn (16) Psyche sei der einzige metallische Körper im Sonnensystem. „Und an den Erdkern kommen wir nicht ran“, so Elkins-Tanton. Man vermutet, dass es sich bei dem Asteroiden um den Kern eines früheren Planeten in der Größe des Mars handelt, der vor Milliarden Jahren bei einer heftigen Kollision seine äußere (Gesteins)Schicht verloren hat.

Asteroiden sind übrig gebliebene Kleinkörper aus der Zeit der Planetenentstehung. Diese unregelmäßig geformten Felsbrocken bewegen sich wie die Planeten auf einer Umlaufbahn um die Sonne. Die meisten - es soll Millionen von ihnen geben - sind im sogenannten Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars zu finden.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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