Do, 27. Juni 2019
20.05.2019 16:48

Neues Wanderangebot

Unterwegs auf uralten Bergwegen

Mit dem Dolomitenweg hat Osttirol nicht nur eine uralte Verbindung neu entdeckt, sondern ein Wanderangebot geschaffen - gedacht für Bergsteiger, Pilger, Familien.

„In Osttirol ist es Brauch, einmal in seinem Leben zu Fuß von Lienz durch die Dolomiten zum Wallfahrtsort Maria Luggau im Lesachtal zu wandern“, sagt Osttirol-Touristiker Werner Frömel. Das Gleiche gilt auch für die Bewohner von Sappada/Plodn, einer kleinen, italienischen Gemeinde auf der Südseite der Karnischen Alpen. Frömel: „Gemeinsam mit dem Alpenverein Sappada ist es uns gelungen, die beiden Wallfahrtswege zum neuen Dolomitenweg zu vereinen.“ Und wenn Werner vom neuen Wanderweg spricht, erwacht seine Begeisterung und Leidenschaft für die Bergwelt. „Ich bin den Weg selbst mit meiner Familie gegangen und es ist einfach ein unvergessliches Erlebnis vom Kofelpass hinunter nach Maria Luggau zu wandern.“

Der neue, grenzüberschreitende Weg Lienz - Maria Luggau - Sappada/Plodn führt direkt von der Dolomitenstadt teils durch Schluchten über den 1877 Meter hohen Kofelpass bis zur berühmten Basilika Maria Luggau. Der Wallfahrtsweg von Maria Luggau nach Sappada/Plodn, auf dem die „Plodar“ seit Jahrzehnten am dritten Septemberwochenende bis zur Basilika der Schmerzensmadonna pilgern, gehört zur zweiten Tagesetappe. Für den Osttiroler Touristiker versinnbildlicht der Weg die alten und neuen Beziehungen zwischen Sappada/Plodn, Kärnten und Osttirol - auch kulturell. Denn Sappada/Plodn ist eine deutsche Sprachinsel in Italien.

Mit großer Wahrscheinlichkeit besiedelt von Osttiroler Hirten, die vor dem Fürsten von Heinfels geflohen waren. Das Projekt wird von der EU unterstützt, denn indem man die seit fast tausend Jahren bestehenden Wege wiederbelebt, schafft man ein besonderes, verbindendes Angebot im Sinne des Unesco-Weltkulturerbes, zu dem die Dolomiten zählen. Ein erlebnisreicher Weg, der für Pilger, Bergsteiger, aber auch Familien passt. Aktuell arbeiten die Touristiker an einem Shuttletransport.

Mit dem Dolomitenweg ist den Osttirolern außerdem ein weiterer, wichtiger Baustein zur Umsetzung eines noch größeren, internationalen Weitwander-Projektes geglückt, nämlich dem Wanderweg von Venedig an der Adria zum ewigen Eis des „Venedigers“, also dem 3657 Meter hohen Großvenediger, dem vierthöchsten Berg Österreichs.Von Venedig zum Venediger „In Italien gibt es bereits einen Wanderweg von Sappada durch die Dolomiten nach Venedig und mit unserem neuen Dolomitenweg sowie dem aktuell in Bau befindlichen Iseltrail würde sich das zur Gänze schließen“, erklärt Frömel im Gespräch mit der „BergKrone“.

Wir freuen uns schon auf diese Wanderung. 

Hannes Wallner
Hannes Wallner

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