16.05.2019 12:09 |

Gesetzesänderung:

Amtliche „Reblaus“ krabbelt wieder

Nachteile für die kleinen Winzer befürchtet der burgenländische Nationalratsabgeordnete Erwin Preiner (SP) durch die geplante Weingesetz-Novelle. Demnach könnten die Betriebe unter bestimmten Umständen nur mehr eingeschränkte Herkunftsangaben am Etikett machen dürfen. Der Weinbauverband beruhigt jedoch.

Treffen könnte es laut Preiner alle, deren Qualitätswein in den herkunftsspezifischen DAC-Gebieten wächst, aber nicht als DAC-Wein in Verkehr gebracht wird. Diesen Winzern könnte künftig verboten sein, die Ried oder den Gemeindenamen auf das Etikett zu schreiben. Stattdessen dürfe etwa nur „Burgenland“ als Gebiet angeführt werden. „Das stellt eine gravierende Benachteiligung kleiner, eigenständiger Weinbaubetriebe dar und widerspricht der Philosophie des freien Marktes“, ärgert sich Preiner. Es gebe weder „Not noch Notwendigkeit“ das Weingesetz zu novellieren. „Ich befürchte, das ist wieder ein Schritt in die Richtung, dass kleine Nebenerwerbslandwirte aufgeben werden“, so der Mandatar. Ob die neue Regelung letztlich auch umgesetzt wird, liegt im Ermessen der regionalen Weinkomitees.

Im Burgenland sei dies allerdings kein Thema, beruhigt der Vizepräsident des Weinbauverbandes, Matthias Siess: „Die Winzer können weiterhin alle Lagen- und Gebietsbezeichnungen verwenden.“ Das betont auch Präsident Andreas Liegenfeld. Zudem könne jeder Wein, der die Voraussetzungen erfülle, als DAC benannt werden. Die meisten Winzer hätten sich zwar zu einer Werbegemeinschaft zusammengeschlossen, eine Mitgliedschaft sei aber keine Voraussetzung.

Christoph Miehl, Kronen Zeitung

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