Wirbel in Ennsdorf

Streit um Ordinationsübernahme landet vor Gericht

„Ich wollte das alles nicht. Nun werden die Gerichte klären müssen, wer von uns beiden Recht behält“, ist Hausärztin Bettina Wokatsch-Ratzberger geknickt. Denn ein Streit mit ihrem Medizinerkollegen Akbar Rezwan bei der Übernahme einer Ordination in Ennsdorf geriet mittlerweile völlig aus den Fugen.

Nachdem der Arzt Akbar Rezwan seiner Nachfolgerin und mittlerweile wieder auch Vorgängerin beschuldigt hatte, sein Unwissen um Klauseln im Mietvertrag ausgenutzt zu haben, um seine Ordination völlig leerzuräumen, legt diese der „Krone“ nun Dokumente vor, die Gegenteiliges zeigen. Bettina Wokatsch-Ratzberger: „Zusätzlich zum Mietvertrag hat Dr. Rezwan eine Verzichtserklärung auf die Ordinationseinrichtung und Ablöse unterschrieben. Trotzdem habe ich ihm, bevor er mir die Praxis überlassen hat, 6000 Euro zahlen müssen. Er nannte es ,Kompensationszahlung‘. Weil ich gut mit ihm auskommen wollte, zahlte ich das Geld.“

Immer wieder Probleme
Probleme gab’s dennoch: „Die Ordination ist ein Anbau an Dr. Rezwans Privathaus. Als er trotz Ruhestands immer wieder in der Praxis stand und ordinieren wollte, haben wir die Schlösser ausgetauscht. Daraufhin hat er über fast zwei Jahre immer wieder die Heizung abgedreht. Er wollte, dass wir seinen Sohn anstellen. Dass wir das nicht taten, war sicher auch nicht beziehungsfördernd.“

„Zu viel Miete bezahlt“
Bevor die Ärztin auszog, überprüfte sie zusammen mit ihrem Mann die Ordination genau und stellte fest: „Wir haben die ganze Zeit für 112 Quadratmeter Miete gezahlt, obwohl es eigentlich nur 79,8 sind“

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