02.05.2019 06:00 |

„Krone“-Leser:

„Traurig, aber man fühlt sich nicht mehr wohl“

Hunderte Einsendungen von „Krone“-Lesern haben uns diese Woche zur Kolumne von Conny Bischofberger zum Streit um den Ausdruck „Bevölkerungsaustausch“ erreicht. Die Autorin hat einige herausgesucht und sich Gedanken darüber gemacht.

„Wir waren bis vor zehn Jahren eine glückliche Hausgemeinschaft. Dann fiel alles zusammen wie ein Kartenhaus.“

„Die Stimmung in unserer Wohnanlage hat sich so sehr verschlechtert, dass wir (65 und 68) bereit sind, wegzuziehen, um endlich wieder in Ruhe leben zu können.“

„Im Lift zur U3 geschieht es immer öfter, dass ich meine, der letzte Erdberger zu sein.“

„Fremdsprachige Eltern mit ihren Kindern denken gar nicht daran, unsere Sprache zu sprechen. Somit kommt auch kein Tratscherl wie bei unsereinem auf. Es ist traurig, aber man fühlt sich nicht mehr wohl.“

„In unserer Volksschule werden aus Rücksicht auf fremde Kulturen keine Ausflüge mehr gemacht, der Speiseplan ist religiösen Wünschen angepasst, die Gewaltbereitschaft der ausländischen Volksschulbuben ist erschreckend.“

„Auf den Straßen, in den Öffis und den Gemeindebauten: Wir fühlen uns in der Heimat fremd.“

Nur sechs von Hunderten Schilderungen aus ganz Österreich, die bei der „Krone“ diese Woche eingelangt sind. Man braucht das problematische Wort, das rechte Parteien für diese Entwicklung verwenden, nicht mehr zu bemühen. Vielen kommt es aber gerade recht, damit sie nicht über das Problem dahinter nachdenken müssen.

Es ist billig, all die Menschen, die uns geschrieben haben, als Ausländerfeinde, Rassisten oder gar Rechtsextreme zu diffamieren. Vielleicht wurde ihnen einfach zu viel Migration zugemutet. Und zu wenig Gehör geschenkt.

Conny Bischofberger, Kronen Zeitung

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