Fünf Zentimeter groß

Hydraulikpresse stanzte Arbeiter Loch in Hand

Aua! Beim Arbeiten mit einer Hydraulikpresse in einem metallverarbeitenden Betrieb in Wels stanzte sich ein Arbeiter (34) aus Grieskirchen unabsichtlich ein fünf Zentimeter großes Loch in seine rechten Hand. Ein dreiköpfiges Chirurgenteam des Linzer Kepler-Uniklinikums konnte in einer dreistündigen Operation die Hand zusammenflicken, der Mittelfinger war aber nicht zu retten.

Der fürchterliche Unfall war am Montagvormittag passiert, als der 34-jährige Türke Vural K. aus Grieskirchen in einer Welser Firma an einer Hydraulikpresse arbeitete und dabei mit seiner rechten Hand zwischen die Führung und die Pressplatten geriet. Die Presse stanzte mit einem Druck von 400 Tonnen ein exakt kreisrundes Loch im Durchmesser von fünf Zentimetern in seine Handfläche. Der Schwerverletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Linzer Kepler-Klinikum geflogen und dort von einem dreiköpfigen Chirurgenteam im Med Campus III drei Stunden lang operiert.

Ungewöhnlicher Einsatz
Handchirurg Richard Schnelzer war mit seinen Kollegen Meike Klein und Patrick Jachs im Einsatz, um die schwer lädierte rechte Hand zu retten: „Es war auch für uns Chirurgen ein sehr ungewöhnlicher Eingriff. Einen Patienten mit so einer Verletzung behandelt man nicht jeden Tag. Es war eine ganz schlimme Verletzung, weil sich in der Hohlhand ja extrem viele Nerven, Gefäße und Sehnen befinden, die für die Versorgung der Finger nötig sind.“

Das Chirurgen-Trio musste den zerstörten Mittelfinger abnehmen und die Handfläche verschmälern. Schnelzer: „Die nächsten Tage werden zeigen, wie gut Zeige- und Ringfinger durchblutet sind und wie gut sie dann in weiterer Hinsicht wieder funktionieren.“

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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