Israel feiert

Andi Herzog jubelt über „Achterbahn der Gefühle“

Die Ehrenrunde überließ er den Spielern. Richtung Medientribüne, auf der sich der eine oder andere zumindest ein wenig für den Israel-Export mit tiefen rot-weiß-roten Wurzeln freute, streckte Andi Herzog die Arme empor. In der Kabine gesellte sich auch die israelische Sportministerin Miri Regev zu den Gratulanten.

Ausgelassen jubeln sah man Herzog nach dem wohl größten Sieg seiner Trainer-Karriere nicht. „Die echte Freude wird erst später kommen“, erklärte er auf der Pressekonferenz. Bei der er verriet, was er seinem Teamchef-Rivalen Franco Foda nach dem 4:2 zuflüsterte. „Wir haben einen Sch...job. Das war ja für uns beide eine Achterbahn der Gefühle.“ Nachsatz: „Wir hatten das Glück des Tüchtigen!“

Er lobte seine Spieler in den Himmel: „Sie haben die richtige Mentalität, sie geben nie auf!“ Wichtig nach dem Auftakt, schon beim 1:1 gegen Slowenien nicht nach Wunsch verlaufen. „Unser Konzept wurde durch das schnelle 0:1 wieder über den Haufen geworfen!“

So sehr Herzog dieses Duell „berührte“, auf die Fans übte dieses keine große Anziehungskraft aus. Es waren mit 16.180 Zuschauer nur unwesentlich mehr im Sammy-Ofer-Stadion als am Donnerstag gegen Slowenien. Was auch damit zu tun hatte, dass in Israel am Sonntag ein Arbeitstag war.

Der zu einem sportlichen „Feiertag“ wurde. Auch dank Herzog-Landsmann Klaus Lindenberger, der als Spezialtrainer bei der Tormann-Entscheidung im Vorfeld des Heim-Doppelpacks dem Gespür vertraut hatte. „Das Gefühl vom Klaus sagte Ariel Harush!“

Dieser, beim Verein zuletzt zweite Wahl, war gegen Slowenien und Österreich die Lebensversicherung. Neben dem Dreifach-Torschützen Eran Zahavi, der bereits vier Tage zuvor gegen Slowenien getroffen hatte, der (stille) Held war.

Und dass auch Munas Dabbur gegen seine Salzburger Kollegen zum 4:1 traf, rundete das Bild ab.

Christian Pollak, Kronen Zeitung

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