Grün-Weiße Lethargie

Rapid: „Wir haben da oben gar nichts verloren“

Der grün-weiße Super-GAU ist eingetreten! Rapid landet im unteren Play-off, den Flop 6 der Bundesliga. Aber nicht nur weil sich Sturm und Wolfsberg aus eigener Kraft in die Meisterrunde gerettet hatten: Die Hütteldorfer erfüllten gestern nicht einmal ihre eigenen Hausaufgaben, verspielten gegen Hartberg ein 2:0 – am Ende hieß es 2:2. Für Rapid eine Blamage. Jetzt bleiben der Kühbauer-Truppe „nur“ noch der Cup und das Minimalziel, sich als Sieger der Quali-Runde übers Play-off noch für die Europa League zu qualifizieren.

Wir wollen Rapid sehen!“, skandierte nach dem Spiel der Block West wütend. Der Rest pfiff. Während die Spieler in sich zusammensanken, dann in die Katakomben verschwanden!

Und schon ist Hütteldorf wieder ein Pulverfass! Erstmals in der Ära von Didi Kühbauer. „Jeder, der pfeift, hat recht. Wir haben es nicht anders verdient“, war Stefan Schwab nach dem 2:2 bitter enttäuscht. „Jetzt wird wieder einiges von außen auf uns einbrechen, da müssen wir durch.“

Der Super-GAU ist eingetreten: Rapid im unteren Play-off, den „Flop 6“. Finanziell ein enormer Schaden, sportlich eine Blamage! „Aber wir haben da oben gar nichts verloren“, war auch Thomas Murg restlos bedient. Zumal er seine Kritik vom Herbst wiederholen musste: „Es hat wieder jeder nur für sich gekämpft.“

Das Ergebnis war gestern eine katastrophale, peinliche zweite Halbzeit. „Wir mussten dem hohen Tempo Tribut zollen“, meinte Schwab. Kühbauer sah den Grund am Ausgleich: „Da ist etwas in den Burschen passiert. Es gibt nicht immer nur Sonnentage, da müssen wir an uns arbeiten. Wir haben an der Kompaktheit verloren. Das darf nicht passieren.“ Ist es aber. Wieder einmal. Damit bleiben im Frühjahr „nur“ noch zwei Ziele als letzter Rettungsanker: der ÖFB-Cup (im Halbfinale wartet der LASK) und Platz 7, also der Sieg der Quali-Runde. Dann könnte man über das Play-off noch in die Europa League kommen.

Abschied von Bickel?
Offen ist, was mit Fredy Bickel passiert. Der Sportdirektor war sich mit der Klubführung mündlich und per Handschlag über seine Vertrags-Verlängerung einig, in der Länderspielpause sollte alles fixiert werden. Das blamable Scheitern könnte aber nun zur Folge haben, dass es zur vorzeitigen Trennung kommt.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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