Mo, 18. März 2019
14.03.2019 09:13

Schon im Viertelfinale

Thiem räumt Aufschlagspezialisten aus dem Weg

Dominic Thiem hat endlich so richtig zu seiner Form gefunden. Nachdem er mit nur drei Saisonsiegen nach Indian Wells gereist war, hat sich Österreichs Tennis-Star am Mittwoch bereits ins Viertelfinale des Masters-1000-Turniers in Kalifornien gespielt. Thiem besiegte den kroatischen Aufschlag-Riesen Ivo Karlovic nach nur knapp 59 Minuten sicher 6:4, 6:3. Er trifft nun auf den Franzosen Gael Monfils.

Der als Nummer 18 gesetzte Franzose machte seinerseits mit Djokovic-Bezwinger Philipp Kohlschreiber kurzen Prozess und benötigte beim überraschend glatten 6:0, 6:2 noch eine Minute weniger als Thiem. Für Thiem, der erstmals in dieser Saison drei Matches bei einem Turnier en suite gewonnen hat, bedeutet der zweite Viertelfinal-Einzug ein Preisgeld von 182.000 US-Dollar und 180 Zähler für die ATP-Weltrangliste. Und für den 25-jährigen Niederösterreicher ist mehr möglich, schon in der Nacht auf Freitag geht es um sein erstes Halbfinale bei einem 1000er-Event in den USA.

„Ich war sehr fokussiert das ganze Match. Das hat extrem geholfen. Der Konzentrations-Level war sehr hoch, was mich freut. Das war nicht immer so in letzter Zeit“, freute sich Thiem über seine Performance gegen den 40-jährigen Karlovic. „87 Prozent erste Aufschläge ist auch eine sehr gute Zahl. Ich habe genauso gespielt, wie man gegen Karlovic spielen muss. Ich habe auf meine Chancen gewartet beim Return-Game und bei meinen eigenen Aufschlag-Games war ich solide.“ Beeindruckend war auch die Tatsache, dass Thiem nur drei unerzwungene Fehler im gesamten Match unterlaufen sind (bei 13 Winnern).

Sein 2,11 m großer Gegner war an diesem Tag mit nur sechs Assen vom Aufschlag her nicht so herausragend wie sonst. Thiem nutzte seine Breakmöglichkeiten zum 6:4 im ersten bzw. 3:1 im zweiten Satz. Thiem, der mit hohem Kick-Service auf die Backhand des Weltranglisten-89. die perfekte Taktik gefunden hatte, ließ bei seinem Aufschlag keinen einzigen Breakball zu. „Ich habe gehofft, dass ich irgendwann meine Chancen kriege. Er hat einmal zwei Doppelfehler serviert, wo ich ihn im ersten Satz gebreakt habe und im zweiten habe ich zwei oder drei Returns gut am Schläger gehabt. Mein Hauptaugenmerk war, dass ich meine eigenen Aufschläge solide durchbringe, dass ich ihn da nicht rankommen lasse“, schilderte Thiem.

Thiem fühlt sich bei diesem mit 8,359 Millionen Dollar dotiertem Event in der kalifornischen Wüste wohl. Mit seinem neuen Touring-Coach Nicolas Massu, der ihn von der Bank immer wieder mit viel südamerikanischem Feuer anspornte, läuft es auch gut. Man wird sehen, ob Thiem, der sich nach Miami zu einer weiteren Zusammenarbeit äußern will, auch langfristig auf den Chilenen vertraut. Fix ist vorerst nur eines: Thiem wird nach Indian Wells zumindest wieder Siebenter im ATP-Ranking sein.

Für den French-Open-Finalisten fühlt es sich in Indian Wells ein wenig wie bei einem Sandplatzturnier an. „Ja, die Bedingungen da sind ziemlich speziell. Diese Wüstenluft, der Ball fliegt schnell durch die Luft, aber der Platz ist langsam hier - das ist eine ziemlich spezielle Konstellation mit sehr hohem Ballabsprung. Es ist wie ein Sandplatz, auf dem man nicht rutschen kann.“

Thiem weiß natürlich, dass er nun auch eine gute Chance auf mehr hat, zumal der eigentlich programmgemäße Viertelfinalgegner und die Nummer 1 der Welt, Novak Djokovic, schon ausgeschieden ist. „Es gibt fast kein Masters-1000- oder auch Grand-Slam-Turnier, wo sich der Raster nicht irgendwie aufmacht. Dieses Mal ist Djokovic rausgegangen. Der Raster schaut nett aus, wenn kein Djokovic mehr drinnen ist, aber trotzdem es ist jedes Match sehr schwer.“

Mit Monfils hat Thiem dennoch gute Erfahrungen und eine 4:0-Bilanz stehen. Auch in Indian Wells 2017 (Achtelfinale 6:3,6:2) und zuletzt 2018 auf Sand in Buenos Aires (Semifinale 6:2,6:1). Doch Thiem wird sich darauf nicht verlassen. „Die stehen hier nicht umsonst im Viertelfinale. Ich freue mich auf morgen, es wird sicher anders als heute.“ Und über Monfils ist der elffache Turniersieg gut informiert. „Er ist zur Zeit in sehr guter Form, der hat Rotterdam gewonnen und Dubai (Halbfinale, Anm.) sehr gut gespielt. Wenn er in guter Form ist, ist es sehr schwer, einen Winner gegen ihn zu spielen, weil er eben so schnell ist“, beschrieb Thiem den Weltranglisten-19., den er als „unfassbaren Athleten“ bezeichnet, der selbst viel Druck erzeugen könne. „Es wird eine schwere Aufgabe.“

Gelingt Thiem sein insgesamt fünfter Einzug in eine Masters-1000-Halbfinale, trifft er entweder auf Milos Raonic (CAN-13) oder den Sensationsmann Miomir Kecmanovic. Der 19-jährige Serbe ist der erste Lucky Loser (trotz Niederlage in Qualifikation nach Absagen noch in den Hauptbewerb gerutscht) überhaupt, der im Indian-Wells-Viertelfinale steht. Für das Halbfinale stehen übrigens 354.000 Dollar bzw. 360 Zähler auf dem Spiel.

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