04.03.2019 13:26 |

2014 entdeckte Art

Seltener Mondfisch vor Kalifornien angeschwemmt

Nordwestlich von Los Angeles ist ein seltener, mehr als zwei Meter großer Mondfisch angespült worden. Wie erste Untersuchungen zeigten, handelt es sich dabei um ein Exemplar der Art mit dem Namen Mola tetca, die erst 2014 entdeckt und drei Jahre später wissenschaftlich beschrieben wurde. Der Fund ist insofern eine Überraschung, weil die Forscher bis dato davon ausgingen, dass diese Mondfisch-Art nur auf der Südhalbkugel beheimatet ist.

Die bis zu zwei Tonnen schweren und zwei Meter langen seltenen Mola tecta gelten als die größten Knochenfische der Welt. Das tote Tier, das 2,15 Meter lang und 227 Zentimeter breit ist, wurde bereits 19. Februar am Strand des Coal Oil Point Reserve, ein Landschaftsschutzgebietes der Universität von Kalifornien westlich von Santa Barbara, entdeckt.

Anfangs nahm man an, dass es sich um ein Exemplar der Art Mola mola handelt, doch aufgrund von Fotos, die in sozialen Netzwerken gepostet wurden, fanden Experten heraus, dass es sich um einen toten Mondfisch der Art Mola tecta handelt. Exemplare dieser Art waren bisher nur an den südlichen und südöstlichen Küsten Australiens, Südafrikas und Neuseelands gefunden worden. Gesichtet wurde Mola tecta auch vor der Küste von Chile.

„Es ist wirklich das bemerkenswerteste angeschwemmte Wesen, das ich in meinen vier Jahren in diesem Reservat jemals gesehen habe“, wird die zum Fundort gerufene Jessica Nielsen, Expertin für die Konservierung seltener Tiere, vom Nachrichtenportal „The Current“ der University of California zitiert. Unklar ist vorerst, was den Mondfisch so weit von seiner natürlichen Umgebung nach Santa Barbara verschlagen hat. Die Forscher haben DNA-Proben entnommen und wollen ihn weiter untersuchen.

Mondfische gehören zu den faszinierendsten Kreaturen in den Ozeanen und gelten als die größten Knochenfische der Erde. Weil sich die beinahe kreisrunden Tiere mitunter auch auf der Seite liegend im Wasser sonnen, werden sie auch „Sunfish“ (Sonnenfisch) genannt. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus gallertartigen Lebewesen wie Quallen.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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