Causa Barnes

Foda: „Aufwand hätten wir uns sparen können“

Außer Spesen nichts gewesen! Das gilt für den ÖFB nach dem Nein aus heiterem Himmel zur Einbürgerung von Burnley-Stürmer Ashley Barnes. Teamchef Franco Foda über leere Kilometer und intensive Wochen.

Herr Teamchef, haben Sie das Nein zur Einbürgerung von Ashley Barnes schon verdaut?
Es ist sowohl für uns als auch für den Spieler keine einfache Situation. Er wollte unbedingt für Österreich spielen, hat sich riesig drauf gefreut. Wir waren letztes Wochenende extra noch in Burnley, haben seine Frau und Kinder kennengelernt.

Haben Sie mit dem Spieler inzwischen Kontakt gehabt?
Ich persönlich noch nicht, das werde ich allerdings demnächst tun. Ashley war sehr motiviert und hätte ja auch keinerlei Vorteil gehabt, denn er spielt mit der Premier League schon in einer der besten Ligen der Welt.

Das Veto gegen die Einbürgerung ist für alle beim ÖFB überraschend gekommen?
Natürlich! Seit letztem März, als bekannt geworden ist, dass es eine Möglichkeit zur Einbürgerung gibt, haben alle im Verband viel Zeit in diese Causa investiert. Immer wieder hat die ÖFB-Führung angeforderte Unterlagen eingereicht, mein Trainerstab und ich haben uns auf das Sportliche konzentriert. Wir haben Barnes mehrfach beobachtet. Schließlich mussten wir uns sicher sein, dass er auch die Qualität hat, um dem Nationalteam helfen zu können. Wir hätten uns diesen Aufwand sparen können. Mir ist schon klar, dass nicht jeder eingebürgert werden kann. Aber wenn es nicht gewünscht war, hätte man uns das bereits damals mitteilen können. Die Gesetzgebung und Kriterien haben sich seit einem Jahr nicht geändert. Aber es hat offenbar keine klare Linie gegeben.

Ohne Barnes gibt’s am 12. März den Teamkader für den Start zur EM-Quali. Mit Überraschungen?
Die vergangenen Wochen waren intensiv, wir waren extrem viel unterwegs. In Österreich, England und Deutschland, wo wir auch bei Zweitligaspielen waren. Auch Neo-Legionär Peter Zulj haben wir in Anderlecht beobachtet. Sonntag sind wir bei Sturm gegen LASK. Nach diesem Match setz ich mich mit meinen Assistenten Thomas Kristl und Imre Szabics nochmals zur genauen Analyse zusammen.

Burghard Enzinger, Kronen Zeitung

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