27.02.2019 10:52 |

Wollte Asyl beantragen

Somalischer Pirat geht Salzburger Polizei ins Netz

Ein mutmaßlicher Pirat, der an der Kaperung zweier deutscher Schiffe vor Somalias Küste in den Jahren 2010 und 2011 beteiligt gewesen sein soll, ist in Salzburg festgenommen worden. Der Mann wollte hier offenbar um Asyl ansuchen. Dem 24-Jährigen wird unter anderem „erpresserischer Menschenraub“ vorgeworfen.

Der junge Somalier saß nach Angaben des Landesgerichtes Salzburg nach seiner Festnahme am 12. Februar zehn Tage in Übergabehaft in der Salzburger Justizanstalt in Puch bei Hallein. Am 22. Februar wurde er von Salzburg nach Deutschland ausgeliefert. Seine Festnahme sei aufgrund eines Europäischen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Osnabrück (Niedersachsen) nach einem positiven DNA-Abgleich erfolgt.

Frachtschiff gekapert
Dem Verdächtigen, der zur Tatzeit 16 Jahre alt war, wird erpresserischer Menschenraub, Angriff auf den Seeverkehr sowie bandenmäßige und gewerbsmäßige Erpressung vorgeworfen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück gegenüber den „Salzburger Nachrichten“ erläuterte. Der Beschuldigte soll Mitglied einer schwer bewaffneten Gruppe gewesen sein. Die Piraten hätten am 27. Dezember 2010 das Frachtschiff „Ems River“ gekapert, den Frachter verschleppt und die achtköpfige Besatzung am 1. März 2011 nach Bezahlung von drei Millionen US-Dollar Lösegeld (rund 2,6 Millionen Euro) freigelassen.

3,5 Millionen Dollar Lösegeld erpresst
Der zweite Coup erfolgte den Vorwürfen zufolge am 8. April 2011. Die somalischen Piraten sollen das deutsche Handelsschiff „Susan K“ überfallen, verschleppt und die zehnköpfige Crew bis 16. Juni 2011 gefangen gehalten haben. Nach der Bezahlung eines Lösegelds in Höhe von 3,5 Millionen Dollar (ca. 3 Millionen Euro) kam die Besatzung wieder frei. Beide Kaperungen endeten unblutig. Die betroffenen Reedereien haben ihren Sitz in Niedersachsen, deshalb ist die Staatsanwaltschaft Osnabrück zuständig.

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