25.02.2019 13:19 |

Gründerin von Fiat Lux

Weltuntergangs-Prophetin „Uriella“ (90) gestorben

Die Gründerin und Chefin der Sekte Fiat Lux, Erika Bertschinger-Eicke alias „Uriella“, ist tot. Die Schweizerin starb im Alter von 90 Jahren, wie die Gemeinde Ibach im Schwarzwald, wo die Sekte ihren Sitz hat, am Montag mitteilte. Ihr Ehemann, der Sprecher der Sekte, bestätigte ebenfalls den Tod. Bertschinger-Eicke war erst am vergangenen Mittwoch 90 Jahre alt geworden. Sie hatte Fiat Lux nach Angaben der Sekte 1980 gegründet.

Nach Jahren der Kontroversen sei es um die umstrittene religiöse Bewegung und ihre Gründerin in den vergangenen Jahren ruhig geworden, sagte Ibachs Bürgermeister Helmut Kaiser am Montag. Fiat Lux habe in der Öffentlichkeit kaum noch eine Rolle gespielt.

Absturz in die Bedeutungslosigkeit
Medienberichten zufolge hat die Sekte, die ihren Sitz in einem früheren Bauernhof hat, nur noch wenige Mitglieder. In den 1990er-Jahren gehörten ihr eigenen Angaben zufolge noch rund 700 Personen in der Schweiz, Deutschland und Österreich an. „Uriella“ hatte die Sekte in der Schweiz gegründet und war mit ihr dann ins deutsche Ibach gezogen. Sie verschrieb sich der Missionierung und kündigte mehrfach den Weltuntergang an.

Wegen Zoll- und Steuerhinterziehung verurteilt
Die christlichen Kirchen stufen Fiat Lux („Es werde Licht“) als Sekte ein. Wegen juristischer Auseinandersetzungen beschäftigten sich mehrfach Gerichte mit der Sekte und deren Gründerin. 1998 wurde „Uriella“ wegen Zoll- und Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

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