24.02.2019 07:30 |

1700 km² großer Koloss

In Antarktis droht riesiger Eisberg abzubrechen

In der Antarktis könnte schon bald ein neuer riesiger Eisberg entstehen. Das würden Satellitenbilder nahelegen, die einen gewaltigen Riss im Brunt-Schelfeis zeigen, berichtet die US-Raumfahrtbehörde NASA auf einer ihrer Websites. Laut Angaben ihrer Experten könnte der Koloss (weiß) rund 1700 Quadratkilometer groß sein.

Wie NASA-Forscher berichten, war der Riss im Brunt-Schelfeis fast 35 Jahre lang stabil, bevor er in jüngster Zeit mit erstaunlicher Geschwindigkeit zu wachsen begann und pro Jahr um bis zu vier Kilometer länger wurde. Das zeigen Aufnahmen, die von den Erdbeobachtungssatelliten „Landsat 5“ und „Landat 8“ (Bild unten) gemacht wurden.

Eisberg doppelt so groß wie New York
Kalbt das Brunt-Schelfeis tatsächlich, dann werde ein Eisberg mit einer Fläche von rund 1700 Quadratkilometern - das entspricht der mehr als doppelten Fläche der Stadt New York - entstehen, so die Wissenschaftler. Das sei für die Antarktis kein außergewöhnlich großer Eisberg, aber immerhin der größte, der seit 1915 vom Brunt-Schelfeis abgebrochen ist, heißt es.

Kurzfristige Folgen dürfte ein Abbrechen des Eis-Giganten nicht haben. Experten befürchten aber, dass das Schelfeis weiter kalbt und eventuell langfristig instabil wird.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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