14.02.2019 06:00 |

Gorbatschow besorgt

Ex-Kremlchef warnt: „Abrüstungsvertrag retten!“

Jetzt spricht der „Vater“ des INF-Vertrags zum Verbot von Mittelstreckenraketen: Ex-Kremlchef und Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow!

Gorbatschow hatte den Vertrag 1987 mit US-Präsident Ronald Reagan unterzeichnet. Die USA und die NATO beschuldigen Russland, den Vertrag seit Jahren zu verletzen, und Präsident Donald Trump hat ihn jetzt gekündigt.

Michail Gorbatschow (87) kann jetzt nicht genug warnen vor der Gefahr eines neuen Wettrüstens. „Darunter leidet die Sicherheit aller Länder - die der USA eingeschlossen“, mahnt er. „Eine neue Runde des Raketen-Wettlaufs kann noch gefährlicher werden als früher.“

„Zerstörerische Tendenzen“
Er sehe gefährliche zerstörerische Tendenzen in der Weltpolitik, so Gorbatschow. So wollten die USA mit dem Ausstieg aus dem Abkommen ihr Streben nach „absoluter militärischer Überlegenheit“ fortsetzen und sich von allen Einschränkungen in Rüstungsfragen lossagen.

Gorbatschow rief die US-Politik auf, sich für eine Rettung des Abkommens einzusetzen. Die Kündigungsfrist läuft im August aus.

„Es steht zu viel auf dem Spiel“
„Ich bedauere, dass die verschärfte innenpolitische Lage der vergangenen Jahre in den USA praktisch zu einem Ende des Dialogs zwischen unseren beiden Ländern auf ganzer Länge geführt hat - eben auch im Hinblick auf die Probleme mit den Atomwaffen“, meint Gorbatschow. „Man muss weitere Anstrengungen unternehmen - zu viel steht auf dem Spiel.“

Kronen Zeitung

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