Stadtrat alarmiert:

Wels ist der große Verlierer bei der Bildung

Alarm schlägt der Welser Bildungsstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer: Angesichts der schlechten Ausbildung vieler junger Welser sieht er dringenden Handlungsbedarf beim Ausbau der ganztägigen Schulform. Bei den aktuell laufenden Verhandlungen über den Investitionsplan für 2020 bis 2023 müsse man das unbedingt berücksichtigen!

„Wels ist die Stadt mit den meisten Bildungsverlieren in Oberösterreich“: Reindl-Schwaighofer spitzt seine Schlussfolgerung aus den jüngst verfügbaren Daten des Landes und der Statistik Austria zu. Konkret gelten laut „Review Arbeitsplatz 2020“ 32,2% der 20 bis 24-Jährigen Welser als Bildungsverlierer. Heißt: Sie haben keinen höheren Abschluss als die Pflichtschule und somit ein hohes Risiko für Arbeitslosigkeit.

Auch übrige Statutarstädte sind vorne mit dabei
Zum Vergleich: Im Landesschnitt haben „nur“ 18% nur den Pflichtschulabschluss. An zweiter und dritter Stelle hinter Wels liegen übrigens Linz (25,4%) und Steyr (25,3%).

Ausbau der Ganztagsschulen soll forciert werden
Weil auch die Quote der Schulabbrecher in Wels mit 21,3% am höchsten in Österreich ist, will Reindl-Schwaighofer rasch handeln. Auf städtischer Ebene solle ein mehrjähriges Förderprogramm für alle Altersgruppen aufgesetzt werden. Auch der Ausbau der Ganztagsschule in den Volks- und Mittelschulen sowie in den Polytechnischen Schulen wäre wichtig. Elternbefragungen an Schulen hätten gezeigt, dass mehr Bedarf an Ganztagesplätzen besteht. Um diese zu schaffen, wären an einigen Standorten aber auch grobe Umbauarbeiten nötig. Weshalb die Maßnahmen bereits in den laufenden Verhandlungen für die Investitionen bis 2023 berücksichtigt werden sollen.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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