31.01.2019 08:58 |

Harte Strafen im Iran

Hunde auf der Straße und in Autos verboten

Die geistliche Obrigkeit im Iran führt seit Jahren einen Kampf gegen Hundebesitzer. Bereits 2010 wurde eine Fatwa erlassen, die Hunde als Haustiere verbietet. Hunde gelten für viele Muslime als unreine Tiere - so auch im schiitischen Mullah-Staat. Viele liberale Iraner lehnen aber diese Rechtsmeinung ab. Nun versucht die iranische Führung, mit einem härteren Durchgreifen Hunde vor allem auf den Straßen der Hauptstadt Teheran und sogar aus Autos zu verbannen.

„Menschen, die mit ihren Hunden auf öffentlichen Plätzen spazieren gehen, werden ab sofort hart bestraft werden“, erklärte Teherans Polizeichef Hossein Rahimi vor wenigen Tagen gegenüber dem Nachrichtennetzwerk Club für junge Journalisten. Der Grund aus Sicht der Polizei: „Hunde können Ängste und Panik bei anderen Menschen auslösen.“ Es wird also neuerdings auch mit der Sicherheit für die Bevölkerung argumentiert.

„Eine blinde Imitation des Westens“
Aber auch mit der Aversion vieler Iraner gegenüber dem westlichen Lebensstil wird gespielt. So warnte vor Jahren ein Rechtsgelehrter davor, dass man Hunde mehr liebt als die eigene Ehefrau und die gemeinsamen Kinder, wie es im Westen der Fall sei. Freundschaften mit Hunden seien „eine blinde Imitation des Westens“.

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