30.01.2019 11:06 |

Zwei Wochen Zeit

AK-Wahl ist extrem ruhig angelaufen

Es ist Wahl und viel zu wenige gehen hin. Ein Trend, der auf allen politischen Bühnen spürbar ist. Die Arbeiterkammer-Wahl kämpft traditionell mit einer besonders niedrigen Beteiligung (nur 35 Prozent beim letzten Mal). Am Montag startete die zweiwöchige Abstimmungsfrist – ohne lange Warteschlangen

Einige Urnen stapeln sich in der Zentrale. Im Wahllokal wartet niemand...

Dabei steckt ein enormer logistischer Aufwand dahinter. 426 Wahlsprengel wurden in den Betrieben aufgebaut. Dazu kommen die Wahllokale in den AK-Stellen und im Europark, wo jeder (auch ohne Wahlkarte) sein Kreuzerl machen kann. Meist wird in Firmenfoyers improvisiert. Die AK hat Sichtschutz aus Karton verteilt. 2000 Helfer sind insgesamt beteiligt. An zwei Drittel der Beschäftigten wurden Wahlkarten verschickt.

Und trotzdem kämpft man um Aufmerksamkeit. Auch der Gemeinderats-Wahlkampf kommt der AK schon in die Quere. Botschaften wie „Leistbares Leben!“ „Günstiger Wohnen!“ sollen nicht nur leere Floskeln sein. Die AK verteidigt Rechte der Mitarbeiter.

Alle hoffen auf mehr Wahlbeteiligung
„Viele klopfen mir bei Betriebsbesuchen auf die Schulter und sagen: ,Wir sind froh, dass es euch gibt“, erzählt der derzeit allmächtige rote AK-Präsident Peter Eder. 49 Mandate hat er von Vorgänger Siegfried Pichler „geerbt“. Mit ihm rittern vier Kandidaten – Johann Grünwald (FCG), der freiheitliche Friedrich Kößler, Klaus Brandhuber von den Grünen und Brigitte Promberger (Linksblock) – um die Stimmen von rund 210.00 Beschäftigten. Wenn nur 35 Prozent ihr Kreuzerl machen, sind das nur 80.000 Stimmen.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann
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