28.01.2019 11:21 |

Erschreckendes Dossier

51 Tote: Pilot hatte „emotionalen Zusammenbruch“

Ein „emotionaler Zusammenbruch“ des Piloten hat zu dem verheerenden Flugzeugunglück in Nepal mit 51 Toten im Vorjahr geführt. Diese erschreckende Erkenntnis geht aus dem Abschlussbericht einer sechsköpfigen Kommission hervor, der am Sonntag der Regierung des Himalaya-Staates vorgelegt wurde. Der Pilot der bangladeschischen Fluggesellschaft US-Bangla habe während der gesamten Flugdauer über persönliche Dinge gesprochen und im Cockpit geraucht. Das habe die Besatzung abgelenkt, die zudem vorgeschriebene Abläufe nicht eingehalten habe.

Die Propellermaschine vom Typ Bombardier Dash 8 war am 12. März 2018 auf dem Flughafen der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu von der Landebahn abgekommen, auf einem Feld auseinandergebrochen und in Flammen aufgegangen. Das Flugzeug war in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, gestartet.

Alle vier Mitglieder der Besatzung sowie 45 der 67 Passagiere kamen am Unglücksort ums Leben. Zwei Passagiere starben später in einem Krankenhaus. Es war das schwerste Flugunglück in Nepal seit Jahrzehnten.

Video: Dutzende Tote bei Absturz von Passagiermaschine

Pilot fühlte sich von Kollegin hintergangen
Der 52-jährige Pilot war dem Bericht zufolge „emotional gestört“, weil eine Kollegin, die allerdings nicht an Bord war, seinen Ruf als Fluglehrer infrage gestellt hatte. Er steuerte demnach die falsche Landebahn an, woraufhin die Fluglotsen ihm die Landeerlaubnis entzogen. Das ignorierte er, verfehlte knapp den Kontrollturm und landete die Maschine schließlich in Schieflage. Der Pilot war den Angaben zufolge im Jahr 1993 von der Luftwaffe seines Heimatlandes entlassen worden, weil er unter Depressionen litt.

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