28.01.2019 06:00 |

Initiative läuft Sturm

Mehrkosten für Pendler: Klares Nein zu EU-Mautplan

Jeder zweite Kärntner braucht für den täglichen Weg zur Arbeit das Auto. Pendler könnten durch eine kilometerbezogene Maut, wie sie die Europäische Union flächendeckend plant, massiv belastet werden. Ein österreichweite Initiative läuft Sturm - und auch Arbeitnehmervertreter sind gegen eine Neuregelung.

Die Idee eines fahrleistungsabhängigen „Road Pricings“ für Pkw steht seit einigen Jahren im Raum. EU-weit soll eine gleichwertige Lösung eingeführt werden. Für heimische Pendler könnte das teuer werden. Denn im Vergleich zur aktuellen Lösung mit einer Jahresvignette und vereinzelten Zusatzmautstellen, würde jeder einzelne Kilometer abgerechnet werden.

Pendlerinitiative Kärnten befürchtet 2250 Euro an Mehrkosten
Auch wenn es sich um eine EU-Richtlinie handelt, die nicht unmittelbar wirksam und verbindlich wäre, sondern durch nationales Recht durchgesetzt werden müsste, befürchten Interessensvertretungen Folgen für Autofahrer. „Wer täglich 50 Kilometer über eine Autobahn zur Arbeit fährt, hätte allein dafür Mehrkosten von 2250 Euro“, warnt die Pendlerinitiative Kärnten. Und auch die Arbeiterkammer ist klar gegen eine weitere Belastung der Pendler. Präsident Günther Goach: „Die Pendler zahlen schon genug!“ Nicht umsonst fördere man Berufspendler mit Fahrtkostenzuschüssen.

Österreichweit werden auf der Internetseite www.pendlerinitiative.atUnterschriften gesammelt. Eine Petition gegen die geplante EU-Maut soll an das Europäische Parlament gehen.

Elisabeth Nachbar
Elisabeth Nachbar
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