Sieben Komponisten formten die „Genesis Suite“, die am kommenden Sonntag im Linzer Brucknerhaus aufgeführt wird. Die bekannte Schauspielerin und Sprecherin von Hörspielen und Texten Nicole Heesters liest darin Bibeltexte.
„Krone“: Die „Genesis Suite“ ist ein selten aufgeführtes Werk, kannten Sie es bereits?
Heesters: Nein, das ist alles neu auf mich hereingestürzt. Ich kannte nicht alle Komponisten, höre aber die Musik jetzt Tag und Nacht. Ich glaubte, ich könne Partituren lesen, aber diese hat mich eines Besseren belehrt, sie ist wie eine Fremdsprache. Deshalb habe ich bei einem Dirigentenschüler Stunden genommen und mich intensiv vorbereitet. Es ist eine interessante Aufgabe.
Sie lesen Textstellen aus der Bibel, sind Sie denn selbst auch religiös?
Ich habe immer eine Bindung zur Religion gehabt. Ich bin aus der Kirche ausgetreten und fühle mich seither besser aufgehoben in meinem Glauben. Ich habe eine gute Verbindung nach oben.
Welche Bibelstelle beeindruckt Sie am meisten?
Die Erschaffung der Welt finde ich besonders faszinierend. Dass wir als Abbilder Gottes geschaffen wurden und uns dann doch oft so enttäuschend verhalten.
Sie freuen sich auch, mit dem Bruckner Orchester erstmals zu arbeiten?
Ganz besonders, es hat einen sehr guten Ruf. Ich finde es schön, dass dieses Projekt am Holocaust-Gedenktag aufgeführt wird. Es sollte zum Nachdenken anregen.
Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung









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