Wirtschaftspark wächst

A1-Anschluss brachte Eberstalzell den Turbo

2009 hat Eberstalzell einen eigenen Autobahnanschluss erhalten - und der hat der 2570-Seelen-Gemeinde einen ordentlichen Aufschwung verliehen. Denn die bessere Verkehrsanbindung lockt viele Unternehmen an, sodass die Kommunalsteuereinnahmen zuletzt erstmals die 1-Million-Euro-Grenze knackten.

Rund 5 Millionen Euro hat der A 1-Anschluss für Eberstalzell gekostet, 1,2 Millionen Euro davon hat die Gemeinde selbst finanziert. „Das hat sich längst bezahlt gemacht“, reibt sich Bürgermeister Franz Gimplinger (VP) die Hände. Rund 25 neue Betriebe (darunter „Riesen“, wie die Rewe-Fleischzerlegung oder das Hofer-Innovationszentrum) haben sich seither angesiedelt. Die Zahl der Arbeitsplätze ist von etwa 200 auf 1500 angewachsen. Die Kommunalsteuereinnahmen sind 2018 erstmals auf über eine Million Euro gestiegen. Zum Vergleich: Bevor der Autobahnanschluss da war, hat die Gemeinde „nur“ 150.000 Euro im Jahr an Kommunalsteuern kassiert. Für Schulen, Kinderbetreuung und sonstige Infrastruktur in der Gemeinde - etwa die Sportzentrumssanierung - sind die Mehreinnahmen aber längst wieder verplant.

Kein Beitritt zu Wirtschaftspark Voralpenland
Nach wie vor kein Interesse hat Eberstalzell an einem Beitritt zum Wirtschaftspark Voralpenland, bestehend aus der Stadt Wels und 16 Wels-Land-Gemeinden. Auch das wirtschaftsstarke Marchtrenk verweigert bisher - wie berichtet - einen Beitritt. Hintergrund sei aber, so Gimplinger, nicht, dass die Gemeinde die Kommunalsteuern nicht teilen wolle, sondern, dass bisher noch nie ein Euro aus Steuergelden für die Infrastruktur des Eberstalzeller Wirtschaftsparks angerührt wurde: „Bei uns zahlen das die Betriebe selbst.“

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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