22.01.2019 13:42 |

Opfer verfolgt

Eisenstangen-Angreifer attackierte schon 2 Frauen!

Die Blicke der Frauen hätten ihn provoziert, ihn aggressiv gemacht, erklärt der dringend Tatverdächtige. Und mittlerweile steht fest - er hat nicht das erste Mal zugeschlagen und eine Frau schwer verletzt. Jener 41 Jahre alte Mann, der Ende Dezember des Vorjahres Frauen in Wien teils mit dem Rad verfolgt und eines seiner Opfer mit einer Eisenstange attackiert hatte, soll nur einen Tag danach eine weitere Frau angegriffen und mit einem Maurerhammer niedergeschlagen haben. Nun sucht die Polizei mögliche weitere Opfer des dringend Tatverdächtigen und veröffentlichte ein Foto des mutmaßlichen Täters.

Wie berichtet, war eine 25 Jahre alte Frau am 30. Dezember 2018 lebensgefährlich verletzt im Bezirk Margareten aufgefunden worden. Wie sich herausstellte, war das Opfer mit einer Eisenstange attackiert worden, mehrmals hatte der zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Täter auf den Kopf der 25-Jährigen eingeschlagen. Das Opfer erlitt dabei schwerste Verletzungen - darunter Knochenbrüche -, schwebte in Lebensgefahr, musste im Krankenhaus sogar in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden.

Aus „Frust“ auf Opfer eingeschlagen
Die Ermittlungen wegen versuchten Mordes liefen danach auf Hochtouren. Den entscheidenden Hinweis sollte der Polizei schließlich ein Zeuge liefern, der berichtete, einen Mann gesehen zu haben, der das spätere Opfer mit dem Fahrrad verfolgt hatte. Anfang Jänner erfolgte schließlich die Festnahme des 41 Jahre alten Verdächtigen. Aus „Frust“ habe er auf die Frau eingeschlagen, wie er gegenüber der Polizei in der Einvernahme erklärte. „Er gab an, dass er seit rund einem Monat mehrere Frauen mit einem Fahrrad verfolgt hatte und sie eigentlich ansprechen wollte. Aus Frust über den Misserfolg dabei verübte er am 30. Dezember 2018 die Tat“, hatte Polizeisprecher Patrick Maierhofer berichtet.

Zweiter blutiger Angriff nur einen Tag später
Doch es sollte nicht die einzige blutige Attacke auf eine Frau gewesen sein, wie die umfangreichen Ermittlungen der Polizei ergaben. Tatsächlich dürfte der 41-Jährige auch für den folgenschweren Angriff auf eine 36 Jahre alte Frau am Karlsplatz verantwortlich sein, nur einen Tag nach dem Angriff auf die 25-Jährige. Er hatte am Silvestertag gegen 2 Uhr früh sein zweites Opfer zu Fuß verfolgt, und diesem danach „unvermittelt von hinten mit einem Maurerhammer gezielt auf den Kopf“ geschlagen, wie es am Dienstagvormittag seitens der Polizei hieß. Auch die 36-Jährige trug bei dem Angriff schwere Kopfverletzung davon. Sie konnte jedoch flüchten und fuhr sogar noch selbst - trotz Schädelfraktur - ins Krankenhaus, wie es weiter hieß. Wie bereits beim Überfall einen Tag zuvor hatte der Verdächtige auch der 36-Jährigen das Handy gestohlen.

Der dringend Tatverdächtige hätte beide Angriffe mittlerweile gestanden, so die Polizei. Wie er gegenüber den Beamten erklärte, sei er „von den Blicken der Frauen provoziert“ worden, dies hätte ihn „aggressiv“ gemacht. Während die ältere der beiden Frauen kürzlich in häusliche Pflege entlassen wurde, befindet sich die jüngere aufgrund ihrer schweren Verletzungen immer noch im Krankenhaus. 

Gutachten in Auftrag gegeben
Nun soll geklärt werden, ob der dringend Tatverdächtige zum Zeitpunkt der Taten zurechnungsfähig war. Wie die Anwältin des 41-Jährigen, Astrid Wagner, erklärte, mache der Verdächtige „keinen verwirrten Eindruck“. Beziehungsprobleme des Österreichers dürften zu dem Gewaltexzess geführt haben, so Wagner weiter. Über den Verdächtigen wurde bereits die U-Haft verhängt. Zuletzt sei er in einer Wohngemeinschaft für ehemalige Häftlinge untergebracht gewesen, hieß es.

Weitere Opfer befürchtet
Nicht zuletzt aufgrund des Tatmotivs befürchtet die Polizei weitere Opfer des mutmaßlichen Angreifers. Aus diesem Grund wurde nach Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Foto des Tatverdächtigen veröffentlicht. 

Opfer oder Auskunftspersonen, die über Informationen zu möglichen weiteren Straftaten des Abgebildeten verfügen, werden ersucht, sich an das LKA Wien, Außenstelle Mitte, unter der Telefonnummer 01/31310-43800 zu wenden.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz

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