Mo, 27. Mai 2019
22.01.2019 17:18

Spital operierte nicht

Ärger nach Befund über angeblichen Leistenbruch

Markus Krestel aus Haid leidet seit 11. Dezember an massiven Schmerzen im Rücken und der Leistengegend. Der 32-Jährige ist seither krankgeschrieben, ist deshalb auch gekündigt worden. „Leistenbruch“, diagnostizierte ein Radiologieinstitut als Ursache. Ein Befund, der bei drei Spitalsbesuchen keine Bestätigung fand.

„Ich kann mich nicht bücken, nicht mehr mit meiner Tochter spielen und nicht arbeiten – ich möchte endlich wieder ein normales Leben führen“, ist Markus Krestel verzweifelt. Krankenhausaufenthalte bei den Barmherzigen Brüdern und im NeuromedCampus brachten dem 32-Jährigen keine Linderung. Zu allem Überfluss wurde er vergangenen Freitag, als er stationär im Spital lag, auch noch gekündigt.

Ultraschall-Befund zeigt Leistenbruch
Mit viel Hoffnung und einem externen Ultraschall-Befund, der einen Leistenbruch bestätigt, war er zu den Barmherzigen Brüdern gekommen. „Die Ärzte dort hat mein Radiologie-Befund nicht interessiert – sie meinten, das sei kein Leistenbruch“, so Krestel, der sich nicht ernst genommen fühlt. Er will sich nun im Uniklinikum operieren lassen.

Eingeklemmter Nerv vermutet
„Wir haben den Patienten sogar extrem ernst genommen und eigens eine teure Magnetresonanz-Untersuchung gemacht, bei der kein Leistenbruch festgestellt wurde“, sagt Chirurgie-Primar Franz Hinterreiter. Er vermutet einen eingeklemmten Nerv: „Wir wollten ihn auf der Neurologie stationär weiteruntersuchen – das hat er abgelehnt.“

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner

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