Do, 23. Mai 2019
17.01.2019 16:12

Von AfD abgespalten

„Deutsche Patrioten“ schielen auf die Nichtwähler

Die von ehemaligen AfD-Mitgliedern in Deutschland gegründete neue Rechtspartei „Aufbruch deutscher Patrioten“ (AdP) möchte vor allem bisherige Nichtwähler für sich gewinnen. Das sagte ihr Vorsitzender André Poggenburg am Donnerstag auf der ersten AdP-Pressekonferenz.

Bei seinem Auftritt in der sächsischen Gemeinde Dohma erklärte Poggenburg, seine Partei werde bei den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen 2019 ins Rennen gehen. Der seit jeher als besonders rechtsnational ausgerichtet geltende 43-Jährige war früher AfD-Partei- und Fraktionsvorsitzender in Sachsen-Anhalt. Er selbst will nicht als Kandidat in einem der drei Länder antreten und sieht seine Heimat weiter in Sachsen-Anhalt, wo er ein Landtagsmandat hält.

Zusammenarbeit mit Pegida und Pro Chemnitz möglich
Offen ließ Poggenburg, ob Vertreter von rechten Bürgerbewegungen wie etwa der islamfeindlichen Pegida oder Pro Chemnitz auf die AdP-Landeslisten kommen. Darüber sprechen wolle er mit ihnen aber auf jeden Fall, meinte er. Sollte allerdings eine für eine Zusammenarbeit in Betracht kommende Bewegung im Fokus des Verfassungsschutzes stehen, werde man dies genauer prüfen. Denn: Extremismus sei für die AdP eine rote Linie.

Aus Enttäuschung über AfD-„Linksruck“ AdP gegründet
Die AdP war vor einer Woche von zwölf enttäuschten AfD-Funktionären gegründet worden, die sich am „Linksruck“ der Alternative für Deutschland stießen. Poggenburg selbst war nach zahlreichen provokanten Äußerungen parteiintern immer mehr unter Druck geraten. So hatte er Mitglieder der Türkischen Gemeinde in Deutschland als „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ diffamiert und erst Anfang Jänner über die „deutsche Volksgemeinschaft“ schwadroniert. Einem Rauswurf aus der AfD kam er dann mit der Gründung der AdP zuvor.

Poggenburg sieht bis zu neun Prozent Wählerpotenzial
Bisher haben die „deutschen Patrioten“ noch keine weiteren Mitglieder, es gebe aber viele Anfragen - auch aus dem Westen Deutschlands, sagte Poggenburg. Ihm und seinen Mitstreitern sei bewusst, dass jede Neugründung und Abspaltung große Risiken berge. Trotzdem sehe er für seine Partei als „vervollständigende Konkurrenz zur AfD“ ein Wählerpotenzial von sechs bis neun Prozent.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Bei GP von Monaco
Mercedes fährt mit Niki-Unterschrift
Formel 1
„Krone“ traf Weltstar
Kunstuni Graz macht Phil Collins zum Ehrendoktor
Steiermark
Mit 32 Teams
Erweiterung geplatzt! Doch keine Mega-WM in Katar
Fußball International
Deutsche berichten:
Auch Biathlon im Blutdoping-Skandal betroffen
Wintersport
Ihm entgehen 15.000 €
Strache hat keinen Anspruch auf Gehaltsfortzahlung
Österreich
Frankfurt bestes Team
Deutsche wählen Hütter zum „Trainer des Jahres“
Fußball International
Arbeit wird beendet
Straches Thinktank hat nur kurz gedacht
Österreich
Nach acht Jahren
EU-Gericht entscheidet: Real erhält 20 Mio. Euro
Fußball International
„Aladdin“-Tickets!
Erweist sich Will Smith als Lampengeist würdig?
Pop-Kultur
FPÖ auf Anti-Kurz-Kurs
„Strache und Gudenus haben sich geopfert“
Österreich
Wechselt er zu Real?
Deschamps äußert sich zu Mbappe-Gerüchten
Fußball International
Überraschende Pointe
Ex-Daimler-Chef Zetsche: Frecher Werbespot von BMW
Video Show Auto

Newsletter