17.01.2019 14:45 |

Pleite für US-Konzern

McDonald’s verliert EU-Markenstreit um „Big Mac“

Der US-Fast-Food-Konzern McDonald‘s hat in Europa die Namensrechte am weltweit populärsten Burger, dem „Big Mac“, verloren. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (kurz EUIPO) zugunsten der irischen Burgerkette Supermac‘s entschieden. Es soll bereits einen Löschungsbeschluss für die Marke „Big Mac“ geben. McDonald‘s hat angekündigt, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen.

Sollte der Beschluss des EUIPO tatsächlich rechtskräftig werden, könnte der McDonald’s-Klassiker in Europa künftig auch von Konkurrenzunternehmen unter dem Namen „Big Mac“ verkauft werden. McDonald’s wollte erreichen, dass die Burgerkette Supermac‘s ihren Namen nicht mehr benutzt, weil der dem Namen ihres „Big Mac“-Burgers zu sehr ähnle.

Schlappe für den Burger-Giganten
Was sich die irische Restaurantkette mit ihren mehr als 100 Filialen nicht bieten lassen wollte, woraufhin die Freigabe der Namensrechte „Mc“ und „Big Mac“ gefordert wurde. Weil McDonald’s keine ausreichenden Beweise für eine kontinuierliche Nutzung der Marke „Big Mac“ in den fünf Jahren vor der Klage nachweisen konnte, gab das EUIPO dem irischen Unternehmen Recht und entzog McDonald‘s die Namensrechte am „Big Mac“. Was de facto bedeutet, dass jede Firma EU-weit nun den Namen verwenden darf.

Supermac’s gibt an, man habe nie ein Produkt namens „Big Mac“ verkauft, aber Konkurrent McDonald‘s habe die Ähnlichkeit der beiden Namen genutzt, um die Expansion der 1978 gegründeten irischen Kette zu blockieren. Ihr Chef Pat McDonagh feierte die Entscheidung daher als Sieg kleinerer Unternehmen gegen das sogenannte Marken-Mobbing („trademark bullying“) großer Konzerne.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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