15.01.2019 07:08

Mit Fotos erpresst?

R. Kelly wollte Opfer zum Schweigen bringen

R. Kelly soll eines seiner mutmaßlichen Missbrauchsopfer bedroht haben, um die Klage der Frau gegen ihn abzuwenden und sie zum Schweigen zu bringen. Das erklärte die prominente Anwältin Gloria Allred am Montag in New York. Sie vertritt derzeit drei Frauen, die Kelly sexuellen oder andere Formen von Missbrauch vorwerfen.

„Er kann und wird seine mutmaßlichen Opfer nicht einschüchtern“, sagte Allred. Kelly hat bisher sämtliche Vorwürfe abgestritten. „Nichts hiervon ist kriminell“, sagte sein Anwalt Steven Greenberg zuletzt.

21-Jährige mit pikanten Fotos erpresst
Klägerin ist die 21 Jahre alte Faith Rodgers, die den Musiker im Alter von 19 Jahren kennenlernte. Allred zufolge drohte Kelly im Fall einer Klage, Details aus ihrem Sexleben öffentlich zu machen. Er habe auch private Fotos von ihr im Internet hochgeladen. Zuvor war eine Facebook-Seite aufgetaucht, auf der Kellys Kritiker angegriffen wurden. Die Seite wurde nach wenigen Stunden wegen Verstößen gegen die Richtlinien des sozialen Netzwerks wieder gelöscht.

„Es scheint, als schaue Herr Kelly sich die Spielzüge von Donald Trump ab, der denjenigen Frauen mit Klagen drohte, die im Wahlkampf über sein Verhalten ihnen gegenüber gesprochen hatten“, sagte Allred. Diese „widerliche Taktik“ werde nicht funktionieren.

„Zusammen sind wir stärker“
Zusätzlich zu ihrer Zivilklage in New York soll Rodgers auch von der Polizei befragt werden. Erst wenn alle Beweise gesammelt sind, dürfte die Staatsanwaltschaft über eine mögliche Klage gegen den 52-jährigen Sänger entscheiden. Rodgers Mutter rief mutmaßliche Opfer Kellys auf, sich zu melden. „Ihr seid nicht allein und eure Stimme zählt. Zusammen sind wir stärker.“

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