14.01.2019 15:00 |

Tauwetter gefährlich

Schneelast richtet Millionenschäden an

Die Schneemassen halten Teile unserer Alpenrepublik weiter im Würgegriff. In Vorarlberg, Tirol und Salzburg ist die höchste Lawinenstufe 5 erreicht worden! Tausende Leute sind eingesperrt, Straßen sind zu. Versicherungen sprechen von Millionenschäden. Zum Glück soll sich das Wetter bald normalisieren.

In Salzburg sind wegen der Schneemassen 17.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. In Rauris, Unken, Lofer, St. Martin und Weißbach warten alle, dass die Straßensperren wieder aufgehoben werden. Weil Teile der Hochkar-Alpenstraße in Niederösterreich wegen extremer Lawinengefahr erneut auch für Einsatzkräfte gesperrt werden mussten, sind am Hochkar bei Scheibbs abermals rund 180 Personen eingeschlossen gewesen.

Nach ersten Schätzungen der Wiener Städtischen Versicherung belaufen sich die Schäden der „weißen Last“ im Jänner auf bis zu fünf Millionen Euro und übertreffen damit alle Schäden der vergangenen zwölf Jahre in diesem Monat. „Wie nahe man insgesamt an die Schadensrekordsumme von mehr als 18 Millionen Euro aus dem Jahr 2006 kommt, wird sich mit der Schneeschmelze zeigen“, so Konzernsprecher Christian Kreuzer.

„Nur Burchteil der Schäden gemeldet“
„Bisher wurde nur ein Bruchteil der entstandenen Schäden gemeldet bzw. gesichtet - das wahre Ausmaß zeigt sich erst, wenn der Schnee wieder schmilzt. Doch auch das Tauwetter selbst ist gefährlich - der Schnee wird nass und schwer, die Last auf den Dächern steigt“, betonte Vorstandsdirektorin Doris Wendler. Im Zweifelsfall sei es jedoch besser, sich nicht selbst auf das Dach zu wagen, um es vom Schnee zu befreien, so die Warnung der Versicherung.

Gruber: „Schnee mit Seil von den Dächern fischen“
Für „Krone“-Physiker Werner Gruber ist die „weiße Last“ ein spannendes Bewertungsfeld. „Man stelle sich vor, dass ein Kubikmeter Schnee bis zu 500 Kilo schwer werden kann! Eine kreative Lösung ist es, die Last mit einem Seil vom Dach zu fischen ...“ Der Schneefall soll sich in den Alpen normalisieren, doch die Lawinengefahr bleibt weiter bestehen.

Matthias Lassnig, Kronen Zeitung/krone.at

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