14.01.2019 08:44 |

Schneechaos in Tirol

Lawinen, viele Sperren, 1000 Haushalte ohne Strom

Aufgrund der erneut eingesetzten Schneefälle in ganz Tirol sind derzeit einige Straßen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Neben der Lawinengefahr - im Westen Tirols gilt Lawinenwarnstufe 5 (die „Krone“ berichtete) - sind es vor allem auch unter der Schneelast umstürzenden Bäume und abbrechende Äste, die eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer darstellen. Laut einer Aussendung des Landes ist die Lage weiterhin unter Kontrolle. 

Bei einem Lawinenabgang auf die L10 Gschnitztalstraße am Sonntag Abend waren keine Verletzten zu verzeichnen, die Straße bleibt aufgrund einer vorbeugenden Sicherheitssperre gesperrt. Die Gemeinde Gschnitz und Teile der Gemeinde Trins sind vorübergehend aufgrund dieser vorbeugenden Sicherheitsmaßnahme auf dem Straßenweg nicht zu erreichen. Auch die Felbertauernstraße musste in der Nacht wieder gesperrt werden. 

Bei zwei Lawinenabgängen in den Abendstunden zwischen Grän und Nesselwängle (B 199) sowie in Kirchberg gab es keine Verletzten. Die betroffenen Straßen bleiben gesperrt.

Sölden vorerst nicht erreichbar
Zudem sind in vielen Bezirken Nordtirols Gemeinden, Ortsteile oder Weiler derzeit auf dem Straßenweg vorrübergehend nicht zu erreichen - so etwa in Bereichen des Kaunertales oder des Ötztales. Das Ötztal musste am Sonntagabend ab Huben gesperrt werden, somit ist Sölden ebenfalls vorerst nicht erreichbar. Gesperrt ist auch das Valsertal sowie das Sellraintal ab St. Sigmund taleinwärts.

Außerdem sind Hochfügen, Ginzling, Thiersee oder auch Ischgl/Galtür derzeit auf dem Straßenweg nicht zu erreichen und auch im Bezirk Reutte sind einige Straßensperren zu verzeichnen. Nauders im Oberen Gericht ist nur über die Schweiz erreichbar.

Fernpass komplett gesperrt, Info-Hotline eingerichtet
Nach einer neuen Beurteilung der Sicherheitslage durch die Lawinenkommission ist Sonntagabend der Fernpass gesperrt worden. Somit ist vorerst nur mehr eine großräumige Umfahrung über die Inntalautobahn (A12) möglich. Damit ist die wichtige Transitroute nach Deutschland nicht befahrbar. Zuvor hatte das Land mitgeteilt, dass die Sperre der Fernpassstraße (B179) zwischen Bichlbach und Lermoos möglicherweise über Dienstagabend hinaus dauern könnte. Die Bezirkshauptmannschaft Reutte richtete ein Info-Hotline unter der Rufnummer 0800/800507 ein, die rund um die Uhr zur Verfügung stehe.

Eine Übersicht zur Verkehrssituation im Land finden Sie HIER.

ÖBB sperren Arlbergstrecke
Auch die Arlbergstrecke ist am Sonntagabend gesperrt worden. „Die Sperre tritt um 19.30 Uhr in Kraft“, berichtete ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair. Sie werde jedenfalls bis Montag Nachmittag andauern. Dann soll die Lage neu bewertet werden. Die ÖBB richteten einen Schienenersatzverkehr zwischen Landeck-Zams und Bludenz ein.

Aktuelle Informationen zu gesperrten Bahnstrecken in Tirol finden Sie HIER

An die 1000 Haushalte ohne Strom
Die anhaltenden Schneefälle haben in Tirol am Montag auch zu Stromausfällen geführt. Mehr als 1.000 Haushalte in elf Gemeinden waren am Vormittag laut Tinetz landesweit betroffen, unter anderem auch in Osttirol.

Rund 50 ausgefallene Trafostationen wurden verzeichnet - etwa in Jochberg im Bezirk Kitzbühel, Kaunertal sowie Längenfeld und Sölden im Ötztal. In Osttirol, wo ebenfalls Schneefälle einsetzten, war Untertilliach betroffen. An der Behebung der Störungen werde unter Hochdruck gearbeitet, hieß es.

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