Startschuss 2019:

Land lässt Marchtrenk bei Straßenausbau warten

War es nur eine Drohung oder zieht das Land die Zweiteilung des B1-Ausbaus zwischen Marchtrenk und Hörsching durch? Wie berichtet, sind sich Marchtrenk und das Land bei der Planung seit langem uneinig. Im ersten Halbjahr 2019 soll nun tatsächlich nur der Startschuss für den Abschnitt Hörsching erfolgen, um keine Zeit zu verlieren.

Rund 7,3 Kilometer der B1 im Zentralraum sind noch nicht vierspurig ausgebaut. Bezüglich Streckenführung sind sich die Stadt Marchtrenk und das Land aber uneinig – wir berichteten. Während Marchtrenk ampelfreie Kreuzungen sowie teilweise eine Tieferlegung der Straße will, hat das Land unter dem zuständigen Landesrat Günther Steinkellner (FP) andere Pläne, die weniger kosten sollen. Rund 70 Millionen Euro sollen vorgesehen sein, jede tiefergelegte Kreuzung würde weitere fünf Millionen Euro verschlingen.

Fast gänzliche Ampelfreiheit ist das Ziel
Marchtrenk pocht trotzdem darauf, dass am Ende nur mehr zwei B1-Ampeln zwischen Wels und Hörsching bleiben. Im Oktober hat die Stadt dem Land deshalb ein Machbarkeitskonzept über die Tieferlegung zweier Kreuzungen übermittelt. „Jetzt warten wir auf eine Antwort des Landes. Man müsste die Straße dort nur zwei bis drei Meter absenken, wir sprechen nicht von einem Tunnel“, betont Marchtrenks Bürgermeister Paul Mahr (SP).

Ein Teil wird heuer zur UVP eingereicht
Er hofft, dass Steinkellner seine Ankündigung, das Projekt in zwei Bereiche aufzusplitten, nicht wahr macht. Dem Landesrat ist nämlich 2018 angesichts des Verhaltens von Mahr der Kragen geplatzt. Er verkündete, dass zuerst der Abschnitt Hörsching und später der um Marchtrenk verbreitert werden soll. Und dabei bleibt es , wie eine Nachfrage der „Krone“ zeigt: Man wolle keine Zeit verlieren, heißt es aus dem Landesratsbüro.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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