Do, 24. Jänner 2019

Evakuierungen

08.01.2019 10:55

Hüttenwirt und Mutter per Hubschrauber geborgen

Noch immer sind knapp 1900 Personen in der Steiermark von der Außenwelt abgeschnitten. Am Dienstag gelangen aber einige Evakuierungen. So wurden vom Präbichl 90 Personen evakuiert, darunter eine 15-köpfige ungarische Schülergruppe. Und von der Häuselalm bei St. Ilgen wurden der Hüttenwirt und seine Mutter geborgen. Auch in Eisenerz mussten als Vorsichtsmaßnahme fünf Einfamilienhäuser evakuiert werden.

Seit mehreren Tagen waren der 43-jährige Hüttenwirt Michael Schabhüttl und seine Mutter Annemarie auf der Häuselalm eingeschneit. Montagvormittag verständigten sie die Polizei: Da die Mutter erste Krankheitsanzeichen zeigen würde, müsse sie ehestens ins Tal gebracht werden.

Ein Aufstieg zur Hütte ist derzeit viel zu gefährlich. Dienstagfrüh nutzte die Besatzung des Polizeihubschraubers eine kurze Wetterbesserung und flog die beiden unverletzt ins Tal. Bereits kurz danach waren keine Hubschrauberflüge mehr möglich. Auch in den nächsten Tagen wäre eine solche Evakuierung kaum möglich gewesen, weil der Schneefall wieder intensiver werden soll.

Große Rettungsaktion am Präbichl
Eine großangelegte Rettungsaktion wurde Dienstagvormittag auch am gesperrten Präbichl (Bezirk Leoben) durchgeführt. Mit Schneeschuhen haben die Bergretter einen Pfad geschaffen, hieß es vom Land Steiermark. Etwa 90 Personen wurden ins Tal nach Vordernberg gebracht, wo ein Arzt für die medizinische Versorgung bereitstand. 

Lage im Sölktal spitzt sich zu
Eine schlechte Nachricht kam hingegen zur Mittagszeit aus dem Sölktal. Dort wurde wegen akuter Lawinengefahr der Notweg um 11.30 Uhr gesperrt. Ein Arzt soll am Nachmittag in das Tal gebracht werden, er bleibt dann vor Ort. (Eine Reportage über das Sölktal lesen Sie hier).

Neue Straßensperren
Auch wenn die Gesäusestraße (B146) von Admont in Richtung Gstatterborden am Dienstag vorübergehend wieder geöffnet wurde, sind in der Steiermark weiterhin 30 Straßen gesperrt. Am Dienstag neu hinzugekommen sind wegen Lawinengefahr zwei Gemeindestraßen in Pusterwald, die Brücklgrabenstraße in Turnau auf einer Länge von sechs Kilometern sowie die Loserstraße in Altaussee (ab Straßenkilometer 6). Am Loser wurde ein Notweg für die Einsatzkräfte eingerichtet, der Skibetrieb der Bergbahnen wurde eingestellt. Auch am Präbichl stehen die Lifte still.

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