06.01.2019 17:23 |

Lage bleibt kritisch

Schneechaos in Tirol: Lawinen, Sperren, Warnungen

Die riesigen Schneemassen sorgen in ganz Tirol weiterhin für Probleme! Die kritische Lawinensituation etwa hat sich Sonntagvormittag durch einen Vorfall in St. Anton am Arlberg bestätigt - der jedoch glimpflich endete. Ein Mann war im freien Gelände von einer Lawine verschüttet worden. Er konnte sich noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte selbst befreien. Zudem gibt es nach wie vor viele Straßensperren. Die Wetterlage führte zu Mittag zur Sperre des Arlbergpasses. Am Vormittag war der Fernpass nach einem Lawinenabgang gesperrt. Und am Nachmittag wurde die Seefelderstraße bei der Staatsgrenze Scharnitz wegen Lawinengefahr dichtgemacht. Das Land Tirol warnt außerdem vor Spaziergängen im Wald!

20 bis 60 Zentimeter Neuschnee hat die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in den vergangenen 24 Stunden in den Tälern der Alpennordseite registriert. Auf den Bergen im Nordstau - von Vorarlberg über Nordtirol bis in das Dachsteingebiet - fielen verbreitet 50 bis 80 Zentimeter seit Samstagfrüh, wie die ZAMG am Sonntag mitteilte. Bei automatischen Messungen wurde im Tiroler Hochfilzen (Bezirk Kitzbühel) auf 962 Metern Seehöhe zum Beispiel ein Schneedeckenzuwachs von 70 Zentimetern seit Donnerstag festgestellt. Die Neuschneesumme dürfte allerdings deutlich höher gewesen sein, weil sich der Schnee ja schnell setzt.

Weitere heftige Schneefälle in Sicht
“Frau Holle“ scheint sich aber noch längst nicht fertig ausgetobt zu haben. Die ZAMG erwartet weitere Schneefälle, weil die Nordwestwetterlage erhalten bleibt. An der Alpennordseite könnten von Dienstag bis Freitag 30 bis 80 Zentimeter Schnee dazukommen.

Straßensperren und Behinderungen
In ganz Tirol - vom Unterland bis ins Außerfern sorgen die Schneemassen zudem für mehrere Straßensperren. Einige Verkehrswege sind nur mit Schneeketten befahrbar. 
Autofahrer sollten sich vor der Fahrt unbedingt genau informieren. Die neuesten Sperren: Arlbergpass und die Seefelder Straße bei der Staatsgrenze Scharnitz. Eine genaue Verkehrsübersicht zur Lage in Tirol gibt es auf der Seite des ÖAMTC (klicken Sie HIER).

Lawinensituation bleibt kritisch
Kritisch bleibt die Situation weiterhin auch auf Tirols Bergen: Es besteht weiterhin Lawinengefahr der Stufe 4. Ab morgen, Montag, ist mit einer vorläufigen Entspannung der Situation gegen Mittag zu rechnen. „Abseits der Pisten ist nach wie vor mit einer großen Gefahr von Lawinenabgängen zu rechnen“, warnt Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndiensts der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz des Landes Tirol.

Warnung vor Spaziergängen im Wald
Das Land Tirol warnte am Sonntag zudem vor Spaziergängen im Wald. Neben umstürzenden Bäumen können auch abgetrennte Äste, die in der Regel mit der spitzen Bruchstelle voraus fallen, Verletzungen verursachen. Es wird auch davon abgeraten, in dieser Zeit im Wald zu parken oder mit dem Auto zu fahren.

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