Verliebter Musikant

Steirer wollte seiner “Ex” ein Ständchen singen – Haftstrafe

Steiermark
04.02.2010 10:24
Mit einem Ständchen auf dem Akkordeon hat ein 32-jähriger Weststeirer das Herz seiner "Ex" zurückerobern wollen, doch die Nachbarn hatten was dagegen und riefen die Polizei. Da schnappte sich der Musikant seinen Hund, einen Baseballschläger und zwei Küchenmesser – am Mittwoch "sang" er vor Gericht.

"Spielen Sie denn so schlecht?", interessiert Richterin Michaela Lapanje. "Also, so schlecht war's nicht", glaubt der Akkordeonspieler zu wissen. Sechs Polizisten hatten versucht, ihn von seiner Singerei abzubringen, doch er drohte: "I mach aus euch a Großbaustöll."

Sechs Liter Weiße Mischung intus
Untermalt wurde die Ankündigung von seinem Münsterländer "Maxi", einem Baseballschläger und zwei Küchenmessern. Sechs Liter Weiße Mischung habe er intus gehabt. "Aber Sie wissen, dass Sie aggressiv werden, wenn Sie trinken", fragt die Richterin. "Ja, aber ich kann auch lustig sein. Dann sing ich. Aber das wollte keiner hören", rechtfertigt sich der 32-Jährige: "Wir sind alle ums Haus gelaufen. Ich mit Akkordeon, die Polizisten und meine Lebensabschnittspartnerin. Eine auf dem Balkon hat sogar geklatscht."

Erst Pfefferspray beendete das bunte Treiben. Urteil: ein Jahr Haft, davon zehn Monate bedingt, und die Weisung zur Aggressions- und Alkoholtherapie. Nicht rechtskräftig.

von Eva Molitschnig, "Steirerkrone"

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