03.01.2019 14:04 |

„Beweis“ in Etatstreit

Trump: „Vatikan hat die größte Mauer von allen“

US-Präsident Donald Trump hat einen „Beweis“ dafür gefunden, dass seine umstrittene geplante Mauer an der US-Südgrenze nicht verwerflich sein kann. „Wenn sie sagen, dass die Mauer unmoralisch ist, dann müssen sie etwas gegen den Vatikan unternehmen, denn der Vatikan hat die größte Mauer von allen“, meinte der Republikaner bei einem Treffen mit seinen Kabinettsmitgliedern in Anspielung auf den diesbezüglischen Widerstand der Demokraten.

Der Präsident merkte außerdem an, dass Mauern „zu 100 Prozent funktionieren“ würden. „Das ändert sich nie. Eine Mauer ist eine Mauer“, versuchte Trump seine Argumentationslinie zu stärken. Auch auf Twitter wird heftig über diese Aussage debattiert. Ein User macht darauf aufmerksam, dass sich Gläubige und Touristen durch die Bögen in den Mauern im Vatikan trotzdem frei hinein- und hinausbewegen können. 

Etat-Debatte führte zu Stillstand von Regierungsbehörden
Diese Aussagen folgten einer Debatte darüber, ob das milliardenschwere Projekt sinnvoll sei. Die Demokraten lehnen die Grenzmauer zu Mexiko ab, was ab Ende Dezember vergangenen Jahres zu einem teilweisen Stillstand von Regierungsbehörden führte, weil das Bundesgesetz für die betroffenen Ressorts fehlte.

Trump will mit Mauer Wahlkampfversprechen einlösen
Trump hält dagegen an dem 5,6 Milliarden-Dollar-Bau fest - die Mauer vor Mexiko war eines seiner Versprechen im Präsidentschaftswahlkampf. Eigentlich sollte nach seinem Willen Mexiko dafür bezahlen. Dass Trump nun für den Mauerbau Milliarden vom Kongress verlangt, hatte für viel Spott und Kritik gesorgt.

Am Mittwoch schrieb der Präsident auf Twitter, Mexiko zahle für die Mauer durch das neue Handelsabkommen mit dem Land. Experten halten das allerdings für eine Milchmädchenrechnung: Etwaige Profite aus dem Abkommen kommen Unternehmen und Bürgern zugute, nicht der Regierung.

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