Mo, 21. Jänner 2019

Auch Gefahrengut dabei

03.01.2019 09:33

Frachtschiff verliert 270 Container in der Nordsee

Ein heftiger Sturm hat in der Nordsee Hunderte Container von einem riesigen Frachter gespült. Einige davon enthalten Gefahrengut. Insgesamt sollen 270 Behälter über Bord gegangen sein, anfangs war nur von 30 die Rede gewesen. Ein Teil der Ladung wurde an niederländischen Stränden angeschwemmt.

Die MSC Zoe ist 394 Meter lang und das größte Containerschiff Europas - es kann mehr als 19.000 Container transportieren. Es war vom belgischen Antwerpen aufgebrochen und nach Bremerhaven unterwegs. Auf ihrer Reise geriet es in ein schweres Unwetter. Nördlich der deutschen Stadt Borkum ging schließlich in der Nacht auf den 2. Jänner Ladung über Bord.

In mindestens drei Containern soll Peroxid enthalten gewesen sein. Dieser Stoff wird in der Kunststoffproduktion eingesetzt und gilt als Gefahrengut. Es kann sich sehr schnell oder explosionsartig zersetzen, wenn er nur geringer Hitze, Reibung, mechanischen Stößen oder Verunreinigungen mit inkompatiblen Materialien ausgesetzt ist.

Tausende Gegenstände an Stränden angespült
Teile der Fracht wurden an den Küsten von niederländischen Inseln angespült. In Vlieland, Terschelling und Ameland waren die Strände mit Waren wie Spielzeug, Glühbirnen, Kleidung oder Möbeln übersät. Es soll sich dabei um den Inhalt von 21 Containern handeln.
Die Aufräumarbeiten werden sich wohl tagelang hinziehen.

Viele Inselbewohner nutzten die Gunst der Stunde und sammelten für sich „Beute“ ein. Das sei laut den Behörden auch nicht verboten, strafbar sei lediglich, noch geschlossene Container aufzubrechen.

Unwetter sorgte in Dänemark für tödliches Unfalldrama
Der Sturm, der für das Containerunglück verantwortlich ist, fordert die Einsatzkräfte in weiten Teilen im Norden Europas. Erst am Mittwoch sorgte er für eine Tragödie in Dänemark: Bei einem Zugunglück, bei dem vermutlich ein Lastwagen von einem Güter- auf einen Passagierzug geweht wurde, verloren acht Menschen das Leben.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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