28.12.2018 14:23 |

Neujahrskonzert 2019

Wiener Philharmoniker freuen sich auf Thielemann

„Ich freue mich von Herzen auf dieses Neujahrskonzert - es wird ein besonderes werden“, versprach am Freitag Daniel Froschauer als Vorstand der Wiener Philharmoniker bei der Präsentation des nahenden Klassikevents. Schließlich habe man endlich Christian Thielemann als Dirigent für den musikalischen Neujahrsgruß im Musikverein gewonnen: „Wir haben lange gewartet auf dieses Neujahrskonzert mit ihm.“

Der lange Ersehnte gewann der Wartezeit allerdings auch Positives ab: „Es ist sehr schön, dass es auch ein paar Jahre gedauert hat.“ Nun seien er und die Philharmoniker noch vertrauter miteinander. Und dennoch entdecke er bei den laufenden Proben Neues: „Ich lerne eine Menge. Dieses Orchester bietet die ihm ureigene Musik in einer Weise an, dass ich noch auf Ideen komme.“ Schließlich gehe es um Nuancen in den Proben, wenn man etwa Märsche spiele. „Märsche sind ja immer so eine Sache, die können ausarten - aber nicht bei diesem Orchester“, streute Thielemann seinen Begleitern am 1. Jänner Rosen.

Erstmals Aufzeichnung in 8K-Auflösung
Da nur ein kleiner Bruchteil der rund 40 Millionen neujährlichen Musikfreunde die Gelegenheit hat, persönlich in den Musikverein zu kommen, überträgt der ORF bereits zum 61. Mal seit 1959 die Veranstaltung in die Welt. „Das Neujahrskonzert zu übertragen, ist sicher für jeden Menschen, der im Fernsehen tätig ist, das Schönste, was passieren kann“, machte Generaldirektor Alexander Wrabetz deutlich. ORF 2 sendet am 1. Jänner live ab 11.15 Uhr die Bilder von 14 Kameras in mehr als 90 Länder weltweit, wobei Barbara Rett traditionell wieder den Kommentar übernimmt. Hinzu kommen Kameras des japanischen Senders NHK, die das Konzert erstmals im ultraauflösenden 8K-Format aufzeichnen. „Es wird hier also auch Technologiegeschichte geschrieben werden“, so Wrabetz.

150-Jahr-Jubiläum der Wiener Staatsoper
Der Pausenfilm widmet sich heuer ganz dem 150-Jahr-Jubiläum der Wiener Staatsoper. So hat Pausenfilm-Routinier Felix Breisach unter dem Titel „Wiener Staatsoper 1869-2019“ eine 24-minütige Rundreise gestaltet, bei der an verschiedenen Plätzen des Hauses musiziert und getanzt wird. Überdies werden Camilla Nylund und Adrian Eröd ein Duett aus Johann Strauß‘ „Fledermaus“ zum Besten geben, während Daniela Fally und Rafael Fingerlos als Papagena und Papageno aus Mozarts „Zauberflöte“ zu erleben sind. 
Die bereits im Sommer gedrehten Balletteinlagen stammen heuer vom Jungchoreografen Andrey Kaydanovskiy.

Viel Polit-Prominenz vertreten
Zugleich dient das Neujahrskonzert alljährlich auch der politischen Prominenz als Anlass, ebenso prominente Gäste nach Wien zu bringen. So wird etwa Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) den Fraktionsvorsitzenden und EU-Wahl-Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, im Schlepptau haben. Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) hat als Gast Paul Dujardin geladen, den Direktor der Brüsseler Kulturinstitution Bozar. Und Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) wird die palästinensische Politikerin Hanan Ashrawi als ihren Gast zum Neujahrskonzert bringen.

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